Adolf Hitler

Aus Deutsche Geschichte
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Adolf Hitler am 20. April 1937 (Propagandafoto zu Hitlers Geburtstag)

Adolf Hitler (* 20. April 1889 in Braunau am Inn; † 30. April 1945 in Berlin), deutscher Reichskanzler (NSDAP[1]), der seit 1933 zunehmend über diktatorische Rechte verfügte.

Der gelernte Maler und Anstreicher war österreichischer Abstammung und seit dem 24. April 1925 staatenlos. Adolf Hitler erschlich sich am 25. Febr. 1932, nach mehreren erfolglosen Versuchen, die deutsche Reichsangehörigkeit, als er durch die damalige Landesregierung die Staatsangehörigkeit im Freistaat Braunschweig erhielt. Zu Beginn seiner politischen Laufbahn gab er sich als Kunstmaler und Schriftsteller aus.

Seit dem 29. Juli 1921 war Hitler Führer der NSDAP und seit dem 2. Aug. 1934 als „Führer und Reichskanzler“ sowohl Regierungs- als auch Staatschef des Deutschen Reiches. Seit 1942 war Hitler zudem „oberster Gerichtsherr“ des Großdeutschen Reiches und damit nicht mehr an den Reichstag gebunden. Am 30. April 1945 beging Adolf Hitler im Berliner Führerbunker Selbstmord.

Kinder- und Jugendzeit

Adolf Hitler wurde als Sohn des Zollbeamten Alois Hitler im damaligen Österreich-Ungarn geboren. In Salzburg aufgewachsen, galt der junge Hitler in der Schule nur als mittelmäßig, der aber bereits von seinen Mitschülern die absolute Unterwerfung forderte. Später lebte er auf Kosten seiner 1903 verstorbenen Mutter Klara und versuchte in den Jahren 1907 und 1908 erfolglos, in Wien in die Akademie der bildenden Künste eingeschrieben zu werden. Dort soll er jedoch durchgefallen, da er sich auf die Architektur konzentriert und keine Köpfe hatte zeichnen können.

Seit 1907 kam Hitler, der Wien in Männerheimen und von einer Waisenrente lebte, erstmals mit der aus der deutschnationalen Bewegung entstandenen Alldeutschen Partei in Kontakt und deren Führer, Georg von Schönerer, wurde eines seiner ideologischen Vorbilder. Dessen rassenantisemitischen Vorstellungen machte sich Hitler zu eigen. Hitlers Hass auf die Sozialdemokratie fußte auf die Äußerungen von Schönerers, dass diese von Juden geführt und nicht deutschvölkisch sei.

Nach 1908 schlägt sich Hitler als Maler und Kunstzeichner durch Wien und gab als Beruf „Schriftsteller“ oder „akademischer Maler“ an. Um der Wehrpflicht in der österreichisch-ungarischen Armee zu umgehen, zog Hitler im Mai 1913 ins benachbarte Bayern.

Erster Weltkrieg

Zu Beginn des 1. Weltkrieges (1914–1918) meldete sich Hitler in München als Freiwilliger zur bayrischen Armee. Dort wurde er dem königlich-bayrischen Reserve-Infanterie-Regiment 16 zugeteilt, einer durchaus zweifelhaften Einheit, die er später als „Infanterie-Regiment List“ zur bayrischen Eliteeinheit hochstilisieren sollte. In dieser Einheit war Hitler hoch dekoriert, erhielt unter anderen das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse und wurde dort zum Gefreiten befördert. An der Westfront wurde Hitler durch einen Gasangriff schwer verletzt und erlebte das Kriegsende (nach eigener Aussage) zeitweise erblindet im Lazarett. Dort beschloss dieser nun, Politiker zu werden, da er das Kriegsende als Schande empfand.

Nachkriegszeit und Angehörigkeit zur extremen Linken

Nach dem Ende des Weltkrieges wurde Hitler am 21. Nov. 1918[2] in die Reichswehr übernommen. Dort wurde er einem Wachverband zugeteilt, der zwischen dem 4. Dezember 1919 und dem 25. Jan. 1919 etwa 1000 Kriegsgefangene bewachte, die von einem sozialistischen Soldatenrat errichteten Kriegsgefangenenlager in Traunstein zusammengepfercht wurden.

Am 12. Febr. 1919 wurde Hitler nach München versetzt und bereits am 15. Febr. zu einem der Vertrauensmänner seines Regiments gewählt. Hitler arbeitete mit der Propagandaabteilung der marxistischen Staatsregierung Eisner (USPD) zusammen. Nach dessen Ermordung durch einen Sympathisanten der Thule-Gesellschaft (21. Febr. 1919) nahm Hitler am 26. Febr. an dessen Beerdigung teil und ließ sich am 15. April 1919 zum Ersatzbataillonsrat der Soldatenräte der am 7. ausgerufenen und am 13. April etablierten kommunistischen Münchner Räterepublik wählen.

Durch diese Tatsache wurde verschiedentlich vermutet, dass Hitler neben einem radikalen Antisemitismus durchaus auch Positionen vertrat, die ihn in die Nähe der Nationalbolschewisten brachten. Andere wiederum sahen in dieser Vorgehensweise einen reinen Opportunismus Hitlers, da dieser nach der Niederschlagung der Räterepublik durch Freikorpseinheiten zahlreiche Angehörige seiner Einheit denunzierte, um sich selbst zu schützen. Die offizielle Biografie Hitlers, wie sie ab den 1930er Jahren vertreten wurde, klammert diese Tatsache jedoch bewusst aus.

Aufstieg Hitlers zum V-Mann der Reichswehr

Es fällt heute geradezu ins Auge, dass sich Hitler nach Ende des 1. Weltkrieges nicht einem rechtsgerichteten Freikorps anschloss, sondern es vorzog, mit der extremen Linken zusammenarbeiten: Im Mai 1919 traf Hitler den Leiter der Aufklärungsabteilung des Reichswehrgruppenkommando 4, den Hauptmann Karl Mayr. Von diesem ließ sich Hitler als V-Mann anwerben und wurde in zwei Lehrgängen (5.–12. Juni und 26. Juni–5. Juli 1919) an der Universität München in antibolschewistische Argumentation geschult.

Nach seiner Vorbereitung zum V-Mann wurde Hitler vorgesehen, als Verbindungsmann in antisemitischen, völkischen und rechtsnationalen Kreisen tätig zu werden. Ihn begleitete der 19-Jährige Hermann Esser, mit dem er eng zusammenarbeitete. Hitler stieg schnell zur rechten Hand Mayrs auf, der ihn auch verstärkt als Redner einsetzte. Im Herbst 1919 lernte Hitler über Karl Mayr den „Maschinengewehrkönig von München“, Ernst Röhm, kennen. Dieser sollte in der Folgezeit einer der engsten Freund Hitlers werden und wurde von diesem in die Geheimorganisation „Eiserne Faust“ eingebunden.

Esser und Hitler besuchten am 12. Sept. 1919 gemeinschaftlich eine Versammlung der damaligen DAP im Sterneckbräu. Dort fiel Hitler dem Vorsitzenden Anton Drexler durch sein Redetalent auf und lud diesen ein, der kleinen Partei beizutreten. Vier Tage später, am 16. Sept., verfasste Adolf Hitler im Auftrage Mars für Adolf Gemlich ein Gutachten über den deutschen Antisemitismus. In diesem stellte er fest, dass das Judentum eine Rasse und keine Religion darstelle, dem Religion, Sozialismus und Demokratie nur für eigene Zwecke diene. So würden Juden die antisemitische Bewegung bewusst ausbremsen und behindern.

Aufstieg in die NSDAP

Am 17. Sept. 1919 erfolgte die Aufnahme Hitlers in die von Drexler gegründeten DAP. Dort wurde Hitler als siebtes Mitglied des Parteivorstandes aufgenommen und mit dem Ausbau der Partei beauftragt. Hitler selbst bat erst am 4. Okt. 1919 seinen Vorgesetzten Karl Mayr, der DAP beitreten zu dürfen und stellte am 19. Kt. Seinen offiziellen Aufnahmeantrag. Noch im Herbst 1919 lernte Hitler den deutschvölkischen Schriftsteller Dietrich Eckart kennen, der ihn in seinem Antisemitismus stark beeinflusste und bestärkte.

Mit dem politischen Aufstieg Hitlers in der DAP, etwa ab Frühjahr 1920, wuchsen auch deren Mitgliedszahlen. Seit dem Februar 1920 trat die Partei als NSDAP auf. Um diese in der Öffentlichkeit bedeutender erscheinen zu lassen, bestand Hitler darauf, dass nunmehr ordentliche Mitgliedskarten ausgegeben wurden.

Um die Mitgliederzahlen nach oben hin zu manipulieren, wurde die erste Mitgliedskarte mit der Nummer 501 begonnen. Im Zuge der Ausgabe erhielt Hitler die reguläre Mitgliedsnummer 555 verliehen. Um sich nun ganz seinem „politischen Leben“ widmen zu können, bat Adolf Hitler am 31. März 1920 um seine sofortige Entlassung aus der Reichswehr.

Um den steigenden Einfluss Hitlers in der Partei auszubremsen, begann der übrige Parteivorstand ab Sommer 1921 eine mögliche Zusammenarbeit mit der sozialistische Rechten der Augsburger Region vorzubereiten. Hitler erfuhr von diesem Vorhaben und erklärte am 11. Juli 1921 seinen sofortigen Austritt. Am 14. Juli erklärte er diesen Schritt in einem ultimativ abgefassten Schreiben an den Vorstand. Für eine weitere Parteimitgliedschaft seiner Person bestand Hitler nun offen auf den Parteivorsitz und die Einräumung diktatorischer Vollmachten („Führerprinzip“). Er gab der Parteiführung nun acht Tage Bedenkzeit.

Wahl zum Parteivorsitzenden

Doch erst am 29. Juli 1921 fand im Cirkus Krone eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, in der Hitler mit 554 abgegebenen Stimmen einstimmig zum Parteivorsitzenden (Führer der NSDAP) gewählt wurde. Die NSDAP wurde nun völlig auf die Person Hitlers ausgerichtet und dessen Vorstellungen vom Nationalsozialismus für diese als verbindlich eingeführt. Am 3. Aug. 1921 wurde auf ausdrückliches Betreiben Hitlers die Turn- und Sportabteilung der NSDAP gegründet, welche im November den Namen Sturmabteilung erhielt.

Kapp-Putsch und faschistische Machtergreifung in Italien

Als 1920 der Kapp-Putsch erfolgte, sympathisierte Hitler mit den Putschisten. Doch diese lehnten seine Einbindung ab und nur wenige Tage später, war diese „nationale Erhebung“ der Deutschvölkischen zusammengebrochen. Dieses Ereignis zeigte Hitler jedoch, dass eine Machtübernahme ohne den bedingungslosen Rückhalt der Reichswehr unmöglich war. Es keimte in ihm der Gedanke, dass eine bewaffnete Machtergreifung mithilfe der Freikorpseinheiten machbar sei, da diese personell dreimal so stark aufgestellt waren wie die reguläre Armee.

1922 erfolgte MussolinisMarsch auf Rom“, der dort die faschistische Machtergreifung markierte. Teile der deutschvölkischen und der antisemitischen Bewegung waren sich einig, dass nun eine ähnlich organisierte nationalsozialistische Machtübernahme möglich sei.

Verurteilung wegen Landesverrat

Hitlers Vorgehensweise gegen politische Gegner wurde immer aggressiver: So sprengte dieser 1922 mit der ihm unterstellten SA eine politische Versammlung, die im Anschluss zahlreiche Verletzte zu beklagen hatte. Man erwog nun vonseiten des bayrischen Freistaates, Hitler als „unerwünschten Ausländer“ nach Österreich auszuweisen. Dieser saß wegen des Überfalls im Gefängnis Stadelheim ein, wo er eine dreimonatige Freiheitsstrafe wegen Landfriedensbruchs zu verbüßen hatte. Nach acht Wochen ward Hier wieder entlassen, da die Reststrafe auf Bewährung aus- und die Bewährungs-Dauer bis zum 1. März 1926 angesetzt wurde.

Putsch

Letztendlich zogen sich aber die Vorbereitungen eines nationalsozialistischen Putsches hin bis zum Herbst 1923 hin. Adolf Hitler, Ernst Röhm und weitere Kreise aus der Schwarzen Reichswehr beschlossen, diesen am 8./9. Nov. 1923 auf eigene Faust vorzunehmen. So drangen am 8. Nov. bewaffnete SA-Angehörige in den Münchner Bürgerbräukeller ein und Hitler erklärte dort den Beginn der „nationalen Revolution“. Unter Waffengewalt zwang er den Verantwortlichen deren Unterstützung seines Putschversuches ab. Doch zu seinem Entsetzen entließ der hinzugestoßene Weltkriegsgeneral Erich Ludendorff sie per Ehrenwort und Handschlag.

Am nächsten Morgen (9. Nov.) wurde der Hitlerputsch vor der Münchner Feldherrnhalle von der Landespolizei und Reichswehr zusammengeschossen und Hitler musste erkennen, dass er eine mögliche Machtübernahme nur durch demokratische Wahlen erreichen konnte.

Haft und Bayerns Vorhaben, Hitler auszuweisen

Hitler wurde dafür am 1. April 1924, nach vierundzwanzig Prozesstagen, in München zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Das Gericht stellte Hitler jedoch in Aussicht, nach einem Jahr (mit Beginn seiner Verhaftung) auf Bewährung entlassen zu werden. So kam es, dass Hitler bereits nach einem halben Jahr wieder auf freien Fuß befand und nach seiner Haftentlassung am 24. Dez. 1924 wieder seine politischen Tätigkeiten aufnahm.

Im Februar 1925 wurde die NSDAP nach ihrem Verbot neu organisiert, Hitler selbst aber mit einem Redeverbot belegt[3].

In der Zeit seines politischen Redeverbotes bestanden in der NSDAP zwei gegensätzliche politische Strömungen: In West- und Norddeutschland war der sozialrevolutionäre linke Flügel unter der Führung des Strasser-Kreises vereinigt, während sich der süddeutsche deutschvölkische rechte Flügel unter der Führung Hitlers befand. Auf der Bamberger Führertagung (1926) brachte Hitler beide Flügel — mehr oder weniger — in Einklang und der norddeutsche Flügel war de facto ausgeschaltet; und im Frühjahr 1927 ward sein politisches Redeverbot aufgehoben[3].

Es ist augenfällig, dass Hitler nach seiner Haftentlassung aus Landsberg bis zur Bamberger Führertagung sehr verhalten agierte und sein politisches Betätigungsfeld in Bayern suchte. Vor allem die norddeutschen Nationalsozialisten gingen autonom vor, was im Grunde des von Hitler forcierten Führer- und Gefolgschaftsprinzips widersprach: Hier agierten echte Sozialisten und Nationalbolschewisten, die einen Ausgleich mit der KPD und ein ökonomisch-militärisches Bündnis mit der Sowjetunion suchten.

Kampf um die „deutsche Staatsbürgerschaft“

Hitler selbst fühlte sich stets als „Deutscher“ und nicht als „Österreicher“, wie er betonte. Er wolle nicht als Angehöriger der slawisierten Donaumonarchie gelten, argumentierte er. Um nicht in der ungeliebten österreichischen Armee seinen Wehrdienst ableisten zu müssen, verließ er im Mai 1913 Wien und ließ sich in München nieder; stets befürchtend, dass er von dort ausgewiesen werden und er doch in Österreich zur Armee gehen würde.

Am 1. Aug. 1914 wurde in München vor der Feldherrnhalle der bayrische Kriegseintritt verkündet, was von der anwesenden Menschenmenge begeistert begrüßt wurde: Unter ihnen war auch der junge Adolf Hitler, wie ein zufällig aufgenommenes fotographisches Zeitdokument beweist. Dieser meldete sich kurze Zeit später freiwillig zur bayrischen Armee, wo er in einem (zweitrangigen) Reserveverband eingesetzt wurde. (Diesen sollte er später jedoch zu einem „Eliteverband“ verklären, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht.)

Durch seinen Eintritt ins bayrische Heer ward eine mögliche Abschiebung Hitlers nach Österreich-Ungarn hinfällig und prägte diesen nachhaltig: Er habe die „deutsche Staatsangehörigkeit“ durch seine Teilnahme am Weltkriege „ehrlich im Felde“ erworben, argumentierte Adolf Hitler am 15. März 1932 vor dem Untersuchungsausschuss des thüringischen Landtages auf die Frage, warum er sich hat nie offiziell ins Deutsche Reich hat einbürgern lassen. Eine Auffassung, die auch österreichische Behörden damals teilten, als es darum ging, den seit 1919 durch zahlreichen antidemokratischen Agitation hervorgetretenen Adolf Hitler als mehrfach straffällig gewordener Ausländer als Heimatstaat aufnehmen zu müssen.

Um dennoch einer drohenden Ausweisung nach Österreich durch bayrische Landesbehörden zu vermeiden, versuchte Hitler insgesamt sechs Mal erfolglos, die deutsche Reichsangehörigkeit zu erlangen, da er vorsorglich am 4. April 1925[4] um Ausbürgerung gebeten und seit dem 30. April 1925 Staatenlos war.[5] So bat er im Juli 1925 im Land Thüringen um Einbürgerung, das diese jedoch ablehnte[6][5].

Seit Ende 1929 versuchten Rudolf Buttmann (NSDAP, Mitglied des bayrischen Landtages) und Wilhelm Frick (NSDAP, Mitglied des Reichstages) die bayrische Landesregierung dazu zu bewegen, Hitler in Bayern einzubürgern. Diese lehnte jedoch schroff ab: Durch seinen Putschversuch von 1923 sei dieser für Bayern untragbar und man rechne mit dem Widerstand anderer Länder, vor allem des Freistaates Preußen[6][5].

Im Januar 1930 wurde Frick thüringischer Innenminister und Minister für Volksbildung. Ihm gelang es, Hitler eine Staatsstellung zu vermitteln, die eine Verleihung der Reichsangehörigkeit mit sich bringen würde. Doch Fricks Plan, Hitler als Angestellter bei der staatlichen Hochschule für Handwerk und Baukunst (Weimar) unterbringen zu können, zerschlug sich. Stattdessen gelang es ihm, diesem eine Stellung als „Gendarmeriekommissar“ in Hildburghausen zu besorgen: Am 12. Juli 1930 überreichte Frick dem völlig überraschten Hitler die Ernennungsurkunde gegen Unterschriftsbestätigung. Doch dieser will darauf verzichtet und die Urkunde vernichtet haben.

Am 25. Sept. 1930 legte Hitler im Rahmen des Ulmer Reichswehrprozesses vor dem Leipziger Reichsgericht den „Legalitätseid“ ab und bekräftigte, eine nationalsozialistische Machtergreifung nur noch durch die legitime Form der Wahl erreichen zu wollen.

Obgleich Hitler nicht über die Reichs- und Staatsangehörigkeit verfügte, ließ er sich zur Wahl des Reichspräsidenten (13. März 1932) aufstellen. Hitlers Staatenlosigkeit war seinen politischen Gegnern bekannt und wurde in Lächerliche gezogen. Dennoch sollte Hitler 11 Millionen Stimmen und Platz zwei hinter Paul von Hindenburg (18 Millionen Stimmen) erreichen. Der kommunistische Kandidat Ernst Thälmann konnte sich nicht durchsetzen.

Der Nationalsozialist Dietrich Klagges (1891–1971), seines Zeichens Minister für Inneres und Volksbildung, gelang es im Verbunde mit der braunschweigischen Landesregierung, Hitler die Staatsangehörigkeit im Land Braunschweig zu verleihen, indem er dem Führer der NSDAP die Stelle eines Regierungsrates an der braunschweigischen Gesandtschaft in Berlin übertrug. Um dieses bewerkstelligen zu können, richtete man einen Dienstposten im Braunschweiger Baudezernat ein, wo Hitler als „technischer Zeichner“ geführt wurde[6]. (Eine mögliche Anstellung Hitlers als „Professor für organische Gesellschaftslehre“ an der Technischen Hochschule Braunschweig zerschlug sich am Widerstand der Gelehrten Fakultät)

Die Ernennung erfolgte zum 25. Febr. 1932 und Hitler wurde sogleich von seinem Braunschweiger Dienstposten beurlaubt, da die Mitgliedschaft in der Braunschweiger Gesandtschaft eine Anwesenheit Hitlers nicht vorsah. Hitler indes hat seine Stelle als Regierungsrat und Gesandter nie aktiv ausgeübt und schied in beiden Funktionen am 16. Febr. 1933, kurz nach der Machtübernahme, aus. Durch die Inaktivität des Regierungsrates und braunschweigischen Gesandten Hitlers muss klar gesagt werden, dass sich dieser seine Reichs- und Staatsangehörigkeit im Deutschen Reiche schlicht und widerrechtlich erschlich. Doch damit waren die Weichen zum 30. Jan. 1933 gestellt, da er nun als (passrechtlicher) Deutscher von Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt werden konnte. Mit der Ernennung zum Kanzler endete im Reiche die Kampfzeit (1925/33).

Hitlers NS-Regime, Selbstmord

Ab Febr. 1933 etablierte Hitler in der Weimarer Republik eine nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Form eines nationalsozialistischen Einheitsstaates. In diesem war nur noch die von Hitler geführte NSDAP als politische Partei zugelassen.

Seit dem 23. Aug. 1934, nach dem Tode Hindenburgs, fungierte Hitler als Führer und Reichskanzler Staatsoberhaupt und Regierungschef des 3. Reiches über Personalunion. Hitler residierte nun in der neuen Reichskanzlei, die er extra bauen ließ. Über mehrere Schritte löste Hitler den 2. Weltkrieg aus, der letztendlich über 60 Mio. Menschen das Leben kosten sollte.

Auf der letzten Sitzung des deutschen Reichstages (26. April 1942) wurde Hitler von diesem zum obersten Gerichtsherrn deklariert. Damit war dieser nun völlig zum Diktator aufgestiegen und konnte eigenmächtig Gerichtsurteile usw. revidieren.

Hitler erschoss sich am 30. April 1945 in seinem Berliner Führerbunker, kurz nachdem er seine langjährige Freundin Eva Braun geheiratet hatte.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

  1. Im Frühjahr 1920 erhielt Hitler in der NSDAP die Parteinummer 555 zugeteilt, doch bei der Neuorganisation der Partei (ab Febr. 1925) wurden die Parteinummern neu vergeben und er erhielt in der Partei sowie in allen NS-Kampforganisationen die Mitgliedsnummer 1 verliehen.
  2. An diesem Tage unterzeichnete Kaiser Wilhelm der Zweite in seinem niederländischen Exil seine Abdankungsurkunde.
  3. 3,0 3,1 Matthias Rösch: Vereinsmeierei oder Wahlkampftruppe?, in „Völkische Bewegung – Konservative Revolution&nbsp – Nationalsozialismus“, S. 286
  4. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“: 1922–1945, S. 74, abgerufen am 3. Juli 2013
  5. 5,0 5,1 5,2 Süddeutsche Online: Adolf Hitler – Der gefühlte Deutsche, abgerufen am 3. Juli 2013
  6. 6,0 6,1 6,2 Spiegel Online: Wie Hitler Deutscher wurde., abgerufen am 3. Juli 2013


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