Alliierte (1939–1945)

Aus Deutsche Geschichte
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Alliierte, ursprüngliche Selbstbezeichnung der Garantiemächte der polnischen Souveränität. Im Zweiten Weltkrieg auf alle Kriegsgegner des Großdeutschen Reiches übertragen. Der Begriff Anti-Hitler-Koalition wird synonym verwendet.

Entstehungsgeschichte

Der Terminus „Alliierte“ ist eng mit der Danzig- und Korridorfrage verknüpft, welche in damaliger Auffassung den Gebietsstand Polens gefährdete.

So gaben Großbritannien und die Dritte Französische Republik Polen 1939 eine Garantieerklärung ab, sodass diese als Alliierte in Erscheinung treten. Etwas später traten die Commonwealth-Staaten Australien, Kanada, Neuseeland und die Südafrikanische Union dieser Militärallianz bei.

Zweiter Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkrieges, der als Deutsch-Polnischer Krieg am 1. September 1939 begann, ward der Begriff „Alliierte“ ab dem 22. August 1940 massiv ausgeweitet, als mit dem Allied Forces Act des britischen Parlaments beschlossen wurde, mit den Exilregierungen der vom Dritten Reich besetzten Gebiete zusammenzuarbeiten und es diesen gestattete, auf britischen Territorium eigene Truppen aufzustellen und zu unterhalten.

Dieses betraf vor allem folgende Staaten:

  1. Belgien
  2. Frankreich (Französische Befreiungsarmee)
  3. Niederlande (Exilregierung)
  4. Norwegen
  5. Polen (Exilregierung)
  6. Tschechoslowakische Republik (Exilregierung)

Etwas später ward dieses Gesetz auch auch die Staaten Luxemburg, Griechenland und Jugoslawien übertragen. Etwa 18 000 polnische und 15 000 norwegische sowie weitere einige tausend Soldaten der vom Reich okkupierten Staaten kämpften in den Reihen der britischen Armee um die Unabhängigkeit ihrer Heimatländer.

Alliierte im Sinne der Charta der Vereinten Nationen

Am 1. Januar 1942 ward auf der Arcadia-Konferenz zu Washington mit der Deklaration der Vereinten Nationen, die nun an die Stelle des Völkerbundes traten, die offizielle Anti-Hitler-Koalition begründet.

Träger der UN waren Großbritannien, die Sowjetunion, die USA und die Republik China. Die Vierte Französische Republik ward nach dem De-facto-Ende des Zweiten Weltkrieges aufgrund der Beteiligung der Französischen Befreiungsarmee am Kampf gegen das NS-Regime als Hauptalliierte Siegermacht anerkannt. Als solche erhielt Frankreich einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat und es wurden ihm Besatzungszonen in Deutschland und Österreich zuerkannt.

Bis zum Kriegsende

Bis zur bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht traten bis 1944 mehrere bis dahin neutrale Staaten auf die Seite der Alliierten in den Krieg ein bzw. erklärten den Achsenmächten den Krieg. So beispielsweise Brasilien, dass 1944 mit der Força Expedicionária Brasileira in den Weltkrieg eintrat und beim alliierten Einfall in Italien beteiligt war.

In den von den Achsenmächten okkupierten und annektierten Gebieten herrschte teilweise erbitterter Partisanenkrieg. Mit Ausnahme der Tito-Partisanen Jugoslawiens galten alle als Verbündete der Alliierten.

Siehe auch


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