Bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht

Bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht, alliierte Forderung nach Kapitulation der Wehrmacht, die bedingungslos zu erfolgen habe. Sie ward ab 1943 (Konferenz von Casablanca) zum alliierten Kriegsziel erhoben. Bei anschliessenden Friedensverhandlungen sei ausschließlich das Deutschland in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 Verhandlungspartner der Alliierten. Der Formulierungen bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches und Untergang des Deutschen Reiches werden synonym verwendet.

Die bedingungslose Kapitulation und die etwas später erfolgte Verhaftung der letzten Reichsregierung markieren das De-facto-Ende des Zweiten Weltkrieges.

Inhaltsverzeichnis

Konferenz von Casablanca

Der Terminus „bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht“ ist eng mit der Konferenz von Casablanca verbunden. Dort ward Anfang 1943, und im Eingedenk dessen, dass die Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges mit einem „ehrenvollen Waffenstillstand“ endete, beschlossen, dass der Zweite Weltkrieg nur noch durch die bedingungslose Kapitulation beendet werden könne.

Diese würde es jedoch nie geben, verkündete das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in vollbrünstiger Überzeugung, da das deutsche Volk „uneingeschränkt zum Führer und ReichskanzlerAdolf Hitler stünde.

Kapitulation der Wehrmacht

Hitler, der sich bis zu seinem Selbstmord jeglicher friedensvertraglicher Regelung verweigerte, tötete sich am 30. April 1945 in seinem Berliner Führerbunker. Zuvor hatte er bestimmt, dass Josef Goebbels neuer Reichskanzler und Großadmiral Karl Dönitz Reichspräsident werden würden. Goebbels tötete sich jedoch selbst kurz nach Hitler, doch Dönitz trat mit den Alliierten in Kontakt und verfügte noch am 7. Mai 1945, dass die Deutsche Wehrmacht alle Kampfhandlungen einstellen werde und bedingungslos kapitulieren würde. Taggleich ward im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte (Reims, Frankreich) die von den Kriegssiegern geforderte Kapitulation eingeleitet, die am 8./9. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst, dem Hauptquartier der sowjetischen 5. Armee erfolgte.

Verhaftung der Reichsregierung, Errichtung von Besatzungszonen

Am 23. Mai 1945 ward in Flensburg die Regierung Dönitz völkerrechtswidrig verhaften und damit der deutsche Nationalstaat staatsrechtlich handlungsfähig.

In der Berliner Erklärung (5. Juni 1945) stellten die Alliierten fest, dass das Deutsche Reich über keine staatliche Organe mehr verfüge und nunmehr von ihnen verwaltet werden würde. Zu diesem Zwecke werde das Altreich, wie es am 31. Dezember 1937 bestand, aus verwaltungstechnischen Zwecken in Besatzungszonen eingeteilt und solle von alliierten Truppenverbänden besetzt werden. Berlin als Reichshauptstadt werde einer Vier-Mächte-Verwaltung unterstellt.

Siehe auch


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