Deutschösterreicher

Aus Deutsche Geschichte
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Duden.jpg Hinweis: Die in diesem Artikel angewendete Rechtschreibung richtet sich nach den Empfehlungen des Dudens.

Deutschösterreicher, Substantiv, maskulin. Sammelname und Eigenbezeichnung der deutschen Bewohner der österreichischen Reichshälfte innerhalb der Donaumonarchie. Nach dem I. Weltkrieg auf die Staatsangehörigen Deutschösterreichs angewendet. Beiwort ist deutschösterreichisch.

Synonyme

  • Deutsch-Österreicher (veraltete Schreibung)
  • deutsche Österreicher
  • deutschsprachige Österreicher
  • Deutsche in Österreich

Etymologie, Anwendung

Der Begriff „Deutschösterreicher“ ist eng mit der ethnischen Identität der deutschen Bevölkerungsgruppe des österreichisch-ungarischen Staates verbunden. Dort besaßen sie in den sogenannten deutschen Erblanden ein geschlossenes Sprach- und Siedlungsgebiet, das räumlich sowohl mit dem Deutschen Reich als auch der Schweiz und Liechtenstein verbunden war. Bereits im 19. Jh. wurde die Bezeichnung Deutsch-Österreicher als politischer Sammelbegriff auf alle deutschen Muttersprachler der Sprachinseln übertragen, indes sich der eigentliche Österreicher als solcher noch als Deutscher bezeichnete.

Sowohl die Deutschnationale Bewegung in Österreich als auch die reichsdeutsche Völkische Bewegung sahen in den Deutschösterreichern einen organischen Teil des deutschen Volkes, welches mehrheitlich im Deutschen Reich staatlich zusammengeschlossen war.
Deutschösterreicher bildeten staatsrechtlich einen Teil der Auslandsdeutschen und nach dem I. Weltkrieg wurden sie als Deutsche in Österreich zu den Grenzlanddeutschen gerechnet.

Die Deutschösterreicher selbst führten sich auf Teile der deutschen Stämme zurück und empfanden sich rassisch-kulturell der deutschen Volksgemeinschaft zugehörig.
Nach Inkrafttreten des Vertrages von Saint-Germain-en-Laye musste die Eigenbezeichnung Deutschösterreicher zugunsten der Bezeichnung Österreicher aufgegeben werden.

Siehe auch


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