Deutsche Arbeiterpartei

Aus Deutsche Geschichte
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Dieser Artikel behandelt die reichsdeutsche „Deutsche Arbeiterpartei“. Für ihre ideologisches Vorbild in Österreich-Ungarn siehe: Deutsche Arbeiterpartei (Österreich-Ungarn).
Deutsche Arbeiterpartei
DNSAP Fahne (Österreich).png
Motto Deutschland erwache
Gründungsdatum 5. Januar 1919
Sitz München
Parteiform völkisch
sozialrevolutionär
antidemokratisch
antimarxistisch
antiliberal
antisemitisch
Gliederung regional
Parteivorsitzender Anton Drexler
Trägerverein Deutscher Arbeiterverein
Aufgelöst seit

September 1920

Eingegliedert von

NSDAP

Deutsche Arbeiterpartei (DAP), Name einer radikalen Rechtspartei der Weimarer Republik zwischen 1919 und 1920, die in München beheimatet war.

Politische Ausrichtung

Die Deutsche Arbeiterpartei wird programmatisch der radikalen Rechten zugerechnet. Sie vertrat einen ausgesprochenen Rassenantisemitismus und viele Positionen der deutschvölkischen Bewegung. Die DAP war ein Vertreter des rassistisch begründeten völkischen Nationalismus und der dazugehörigen Rassenlehre. Um auch Wählerschichten sozialdemokratischer, sozialistischer und nationalliberaler Einstellung zu erreichen und einbinden zu können, gab sich die DAP als nationalsozialistisch und propagierte daher einen „gerechten“ Nationalsozialismus.

Gründung

Die DAP wurde eine Woche vor den bayrischen Landtagswahlen, am 5. Januar 1919, in München durch den deutschvölkisch orientierten Freien Arbeiterausschuss für einen guten Frieden gegründet. Dieser etablierte in der deutschvölkischen Bewegung den Deutschen Arbeiterverein (DAV), der anfänglich nur aus einem sechs-köpfigen Gremium bestand. Dieses Gremium bestand aus bekannten Alldeutschen und die meisten von ihnen gehörten der Thule-Gesellschaft an. Damit galt die DAP als deren politische Plattform.

Eintritt Hitlers

Im September 1919 nahm die DAP einen gebürtigen Österreicher in die Partei auf, der am 19. September im Auftrag der bayrischen Reichswehr an einer Podiumsdiskussion teilgenommen hatte: Der junge Adolf Hitler wurde siebtes Mitglied des Präsidiums. Unter Hitler, der zum Propagandachef ernannt worden war, entwickelte sich die DAP von einer unbedeutenden Splittergruppe zu einem ernst zunehmenden Faktor innerhalb der deutschvölkischen Bewegung.

Einbindung der DAP in das deutschnationale Lager

Nach einer Rede Hitlers im Bürgerbräu-Keller traten spontan mehrere Hundert Personen der DAP bei. Auch für rechtsnationale und antisemitische Kreise wurde die DAP interessant. So traten ehemalige Freikorps-Angehörige wie Ernst Röhm und Rudolf Hess der Partei bei. Um den Eindruck einer ordentlichen Partei zu erreichen, setzte Adolf Hitler durch, dass nun reguläre Mitgliedskarten ausgegeben wurde. Um die kleine DAP größer erscheinen zu lassen, begannen die Mitgliedsnummern erst mit 501. Hitler erhielt selbst die Nummer 555 verliehen.

Zusammenarbeit mit österreichischen und sudetendeutschen Nationalsozialisten

Seit dem 8. Dezember 1919 ward im Rahmen der Zwischenstaatlichen Kanzlei des deutschen Sprachgebietes die lose Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten Österreichs und des Sudetenlandes begonnen. Walter Riehl war zu diesem Zeitpunkt bemüht, alle Nationalsozialisten unter seiner Leitung zusammenzufassen und diese auf den österreichischen Nationalsozialismus einzuschwören.

Einführung der Hakenkreuzfahne, Umbenennung

Am 24. Februar 1920 hielt Hitler unangemeldet eine Rede auf einer Veranstaltung der DAP. Erstmals wurden der Öffentlichkeit die von Hitler maßgeblich mitentwickelten Hakenkreuzfahnen vorgestellt. In dieser Rede wurde die DAP von Hitler als „nationalsozialistisch“ dargestellt und ein „immer währendes Parteiprogramm“ vorgestellt. Im August 1920 nahm die DAP am „Deutschen Tag“ in Salzburg teil. Dort setzte Hitler durch, dass von allen Nationalsozialisten die Hakenkreuzfahne als politisches Symbol übernommen wurde. Im September wurde die DAP auf Betreiben Anton Drexlers in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei umbenannt.

Siehe auch


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