Deutsch

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Duden.jpg Hinweis: Die in diesem Artikel angewendete Rechtschreibung richtet sich nach den Vorgaben des Dudens.

Deutsch [dɔʏ̯t͡ʃ/dɔɪ̯ʧ] (Dt., Dtsch.), Substantiv, Neutrum, Glottonym. Eigenname verschiedener kontinentalwestgermanischer Sprachen, die sich heute als organischen Teil (Dialekt) der deutschen Sprache betrachten und sich ihr zugehörig fühlen.
Der deutsche Sprachraum gilt traditionell als inhomogen und weist mit dem Nieder-, Mittel- und Oberdeutschen drei ausgeprägte Sprach- und Dialektzonen auf. Heute gilt Deutsch als Kurzbezeichnung für Standarddeutsch.

d~ (dt., dtsch.), Adjektiv, Attribut, Deutschland, die Deutschen, die deutsche Sprache oder die deutsche Staatsangehörigkeit betreffend, für diese charakteristisch sein. Es wird allein bei namenähnlichen Fügungen oder in Fällen der Substantivierung großgeschrieben, ansonsten herrscht die adjektive Kleinschreibung.

„Duitsch – bn. en bijw. van Duitschland; de -e taal; de -e (of Teutonische) oder. *-, o. Gmv. neder-, (hollandsch); eene -e, eene duitsche vrouw. *-ER, m. (s.), inboorling van Duitschland.“

I. M. Calisch und N. S. Calisch in „Nieuw woordenboek der Nederlandsche taal“ (1864), S. 326

Deutsch ist seit 768 als Eigenname des Kontinentalwestgermanischen belegt, als es in der latinisierten Form theodice in einem angelsächsischen Kirchenbericht verwendet wird. In diesem Bericht über einem Kirchenkonzil taucht es zur Benennung der angelsächsischen Volkssprache auf, da in ihm festgestellt wurde, dass die Predigt nicht nur in Latein, sondern auch in der Sprache des Volkes (theodisk, duitisc, duitisk) gehalten wurde, damit ein jeder dieser hätte folgen können.[1][2]

Zwischen dem 16. und 20. Jh. wurden Deutsch und d~ vielfach als Präfix {Deutsch-, deutsch-}, anderen Begrifflichkeiten vorangestellt, um so zum einen eine Verbindung zur Nation und zum anderen auf eine Verbindung zur (imaginären) Rasse zu implizieren.
Die deutsche Volkszugehörigkeit definierte sich lange Zeit über objektiver und subjektiver Merkmale wie der gemeinsamen Sprache und Kultur, Traditionen und Geschichte sowie aufgrund des gemeinsam bewohnten Lebensraumes.

Synonyme

Etymologie, Nebenformen

Etymologie

Deutsch stammt aus dem Westgermanischen, wo es ursprünglich theodic/theodisk lautete und sich vom germ. þiodisk abgleitete. Das Stammwort thiot[a], germ. Þioda, bedeutete Volk, Stamm, sodass das dazugehörige Attribut die Bedeutung von „dem Volke eigen“, „volksmäßig“ oder auch „volkstümlich“ hatte.
Im Zuge der II. Lautverschiebung wurde theodisc/theodisk zu ahd. duit[i]sc bzw. zu duit[i]sk, was in enger Verbindung zu Diot[a] „Volk, Stamm“ stand. In seiner nächsten Evolutionsstufe, dem Mhd., wandelte es sich zu diut[i]sch, indes es in in Gegenden ohne merklichen Einfluss des aufkommenden Hochdeutschen, aber auch teilweise dort, bei tuit[i]sch blieb.

Der Sprachbegriff deutsch tauchte erstmals um 700 im späteren Westfrankenreich auf, insbesondere bei den fränkischen Stämmen des Maas-Schelde-Gebietes, die in der Nähe der heutigen französisch-niederländischen Sprachgrenze lebten und die damals noch zu den deutschsprachigen Völkern gezählt wurden. Dort stand das afrk. theudisc/theudisk (= volkssprachig) als Pendant zu walhisc/walhisk (= fremdsprachig, welsch) und wurde allein auf die germanische Stammessprache bezogen.[3]

Nebenformen

Eng mit der afrk. Namensform verwandt sind das später aufkommende nnl./holl. duutsch bzw. das snl./fläm. dietsch, die etymologisch die Pedanten zum mnd. dudesch darstellen.

Bis ins ausgehende 18. Jh. ist innerhalb des deutschen Sprachraumes die Entwicklung zu beobachten, dass v. a. im oberdeutschen Sprachbereich teutsch mit deutsch konkurrierte. Erst mit dem Wechsel vom oberdeutsch geprägten Gemeinen Deutsch zum ostmitteldeutschen Lutherdeutsch durch das römisch-katholische Süddeutschland wurde dieses, und damit deutsch, allgemein verbindlich und zur deutschen Nationalsprache, obgleich teutsch weiterhin dialektal weiterlebt.

Anwendung

Im Laufe der deutschen Geschichte bildeten sich für Deutsch/d~ vier Anwendungsbereiche aus:

  1. Im Sinne der Abstammung bezeichnete deutsch das Zugehörigkeitsgefühl der Deutschen zu ihrem Volk und zu ihrer Volkszugehörigkeit. (→Deutsche Identität)
  2. Im Sinne der Sprachwissenschaft bezeichnete deutsch, dass jmd. sich zur deutschen Sprachgemeinschaft, d. h. zur deutschen Sprache, bekannte.
  3. In Bezug auf ein bestimmtes Territorium bezeichnete deutsch die objektive und subjektive Zugehörigkeit zu Deutschland, das bis zur Gründung des Deutschen Reiches kein einheitlicher Nationalstaat, sondern eine sprachlich-kulturelle Großlandschaft Europas war.
  4. Seit dem 18. Jan. 1871 wird unter deutsch v. a. der Angehörige des Deutschen Reiches bzw. Deutschlands verstanden, der über die deutsche Reichs- und Staatsangehörigkeit verfügt.

700–1770

Für die Dauer von drei Jahrhunderten (700–1000) stellte deutsch einzig und allein die Sammelbezeichnung aller germanischen Sprachen dar, die ab dem 9. Jh. im Ostfrankenreich bzw. im römisch-deutschen Reich als Volkssprachen gesprochen wurden. Diese heute als kontinentalwestgermanisch bezeichneten Volkssprachen waren ab dem 10. Jh. politisch im deutschen Königreich zusammengeschlossen, das rasch den Namen Deutschland erhielt.

Ab etwa 1090 kam es im damaligen deutschen Sprachgebiet, das seinerzeit auch das niederländische und friesische Sprachgebiet umfasste, zu einer weitgehenden Politisierung des Begriffes deutsch: Nun wurde deutsch nicht mehr als alleinige Bezeichnung einer bis dahin germanischen Sprache verwendet, sondern als politisch-kultureller Ober- und Sammelbegriff aller germanischen Sprachen wie Fränkisch, Alemannisch oder Sächsisch verwendet, die von ihren Sprechern nun als Dialekt einer einzigen deutschen Sprache verstanden wurden. Aus den Germanen wurden nun bis 1500 Deutsche und aus deren Siedlungsgebiete deutsche Lande. So heißt es auch im Annolied:

„Diutischin sprechen, Duitischin luite in Duitischemi lande.
Deutsch sprechen, deutsche Leute in deutschen Ländern.“

Werner König: „dtv-Atlas deutsche Sprache“, S. 59

Damit umfasste deutsch nun mit Sprache, Volk und Territorium drei der vier vorgenannten Komponenten.
Die Altfriesen blieben jedoch bei der beginnenden Ausbildung einer deutschen Identität und Sprache außen vor: Sie standen lange Zeit unter der Oberherrschaft der Normannen und waren dem Kgr. Deutschland nur formal und lose angeschlossen, sodass sie sprachlich-kulturell eigenständige Wege gingen und so weiterhin ein germanisches Volk blieben. Dennoch vereinnahmten später die Deutschen die modernen Friesen als besonderen Nebenstamm innerhalb der deutschen Stämme.

1770–1806

Bis 1770 stellte deutsch die Oberbezeichnung aller Bewohner des römisch-deutschen Reiches dar, deren Muttersprache sich zur deutschen Sprache zählte. Darüber hinaus waren seine Glieder, die Reichsländer, überwiegend deutsche Länder. Doch ein übermäßig ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl fehlte diesen Bewohnern weitgehend.
Im Zuge einer von der Bildungselite getragenen Nationalbewegung (Deutsche Bewegung) wurde erstmals versucht, den tief in den damaligen Deutschen verankerten römisch-deutschen Reichsgedanken zugunsten eines modernen Nationalbewusstseins abzulösen. Dem Sprachnationalismus folgend sollte die zukünftige Staatsgrenze der Deutschen die bestehende Sprachgrenze darstellen.

1806–1870

Ab 1806 bestand in Europa die deutsche Frage, die durch die Auflösung des römisch-deutschen Reiches aufgeworfen wurde: Wie sollten Deutsche in der Folge staatlich organisiert sein, wo sollten Deutschlands Grenzen liegen?

Deutschland war schon zu jener Zeit ein äußerst schwammiger Begriff, der mal mehr, mal weniger Territorium für sich beanspruchte. Sollte auch die Niederländer und Flamen Teil der deutschen Frage sein? Die Nationaldemokraten forderten ein Deutschland nach dem reinen Nationalstaatsprinzip, indes der Adel die Adelsnation forcierte.

Während der deutschen Revolution 1848/49 wurde der Begriff deutsch stark politisiert und teilweise chauvinisiert: Es ging um die Frage, wie weit bspw. nationale Minderheiten innerhalb des Deutschen Bundes in einem zukünftigen deutschen Nationalstaat einzubinden wären. Man kam überein, dass bezüglich Preußens polnischer Minderheit diese zu assimilieren und bei deren Verweigerung auszuweisen sei. Denn Deutscher sei, wer auf dem Territorium des Deutschen Bundes geboren sei, ganz gleich welcher Muttersprache.
Letztendlich zerbrach die Idee der deutschen Einheit an der Österreichfrage, da Österreich nicht gewillt war, auf Teile seines Gesamtstaates zu verzichten, was bei Preußen die Idee einer kleindeutschen Lösung der deutschen Frage hervorrief, infolge deren Umsetzung Österreich-Ungarn aus der deutschen Nationalstaatsbildung (1870/71) heraus gedrängt wurde.

1871–1918

Mit der Gründung des Deutschen Reiches wurde dort nun in reichsdeutsch und auslandsdeutsch unterschieden, wenn man die Deutschen des Reiches (Reichsdeutsche) und des Grenzlandes unterscheiden wollte. Doch setzte sich das amtl. reichsdeutsch im Allgemeinen nicht durch. Im Zuge des aufkommenden Reichsnationalismus schränkte sich deutsch immer mehr auf reichsdeutsch ein, sodass die Deutschen außerhalb des Reiches nun als Auslandsdeutsche, später als Volksdeutsche bezeichnet wurden. Daneben wurde deutschsprachig neben auslandsdeutsch benutzt, was schließlich vorherrschend wurde, da auslandsdeutsch nun für Reichsangehörige im Ausland angewandt wurde. Kurz um: im Deutschen Reich hatte der Begriff deutsch nun auf vier Komponenten ausgedehnt, da er auch auf die deutsche Reichsangehörigkeit bezogen wurde.

Um 1878 entstand im Reich der völkische Nationalismus, der in seiner Grundform her aus der Donaumonarchie stammte und über Süddeutschland nach Preußen und die norddeutschen Staaten vermittelt wurde: Wer deutsch war, musste auch völkisch sein, so die damalige Mehrheitsmeinung. Um 1900 hatte sich die Gleichsetzung deutsch = völkisch so weit etabliert, dass sich jegliche nationalistische Einstellung als völkisch bezeichnete, ohne es aber wirklich zu sein. Völkisch war demnach um die Jahrhundertwende nur noch eine inhaltslose Luftblase.

In Österreich-Ungarn hatten die Deutschen dort seit dem Ausgleich die Möglichkeit, sich in nationalen Parteien und Verbänden zu organisieren. Dort wurden die Nationalitäten in erster Linie durch die Nationalkultur definiert, sodass sich die Österreicher durchweg als deutsch definierten. Aber deutsch wurde nun auch dort mit der Abstammung verbunden: Als Deutscher wurde man geboren, man konnte es nicht durch „Erwerb“ werden. Der Deutschnationalismus der Österreicher, die sich stolz Deutschösterreicher nannten, da ja auch Tschechen staatsrechtlich „Österreicher“ waren, galt als eine Vorstufe des völkischen des Reiches. Gleich ihm waren auch schon dort antisemitische Elemente enthalten.

1918–1945

Definierten sich nach dem I. Weltkrieg die Deutschösterreicher in ihrer breiten Masse als deutschnational, so folgten ihnen unmittelbar die Deutschvölkischen. Aus ihnen gingen 1918 die Nationalsozialisten hervor, die 1919 auch einen Ableger im Reich besaßen. In Österreich stand traditioell der Begriff deutschnational für das Bekenntnis der Österreicher, abstammungsmäßig Deutsche zu sein. Aber sie standen treu zur Republik, wenn gleich sie den Anschlussgedanken ans Reich hegten. Die Deutschvölkischen dagegen strebten die Zerschlagung des Staates an. Obgleich auch Deutschnationale Antisemiten waren, waren zum Christentum konvertierte oder nicht religiöse Juden in ihren Reihen durchaus akzeptiert. Die Deutschvölkischen jedoch lehnten die Mitgliedschaft jüdischer Bürger in ihren Verbänden durchweg ab.

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung erfuhr im Deutschen Reich der Begriff deutsch eine weitere Bedeutungserweiterung, als dieser nun mit der nationalsozialistischen Ideologie gleichgesetzt wurde; Deutsche mussten demnach auch Nationalsozialisten sein, denn nur so konnten sie der deutschen Volksgemeinschaft angehören.
Die NS-Diktatur blähte zudem den Begriff deutsch durch die ihre willkürliche Vermischung und Gleichsetzung mit völkisch, vaterländisch, deutschnational, deutschvölkisch, nationalistisch und nationalsozialistisch dermaßen auf, dass deutsch letztendlich mit nichts mehr hinterlegt und so zur hohlen Phrase, zu einer leeren Luftblase geworden war.

1945–heute

Bereits am 27. April 1945, noch vor dem De-facto-Ende des II. Weltkrieges, löste sich Österreich vom Großdeutschen Reich, nachdem es diesem fast 7 Jahre angehört hatte.
Durch die zahlreichen im Namen des deutschen Volkes begangenen politischen Verbrechen (einschließlich der Kriegsverbrechen an den Fronten) war die Breite Masse der Österreicher nun bereit, Österreicher und keine Deutschen mehr zu sein. So definieren sich seit 1955 rund 95 v. H. als österreichisch, obgleich von zugegeben wird, dass Österreicher geschichtlich (begründet in Sprache und Kultur) auf das Engste mit den Deutschen verwandt sind.

Das sog. III. Politische Lager Österreichs und die Deutsche Burschenschaft in Österreich sind bis heute traditionell deutschnational eingestellt. Letztere weist sogar Verbindungen mit deutschvölkischen Einstellungen auf. Sie betrachten Österreich und die deutschsprachigen Österreicher immer noch als kulturdeutsch.

Im geteilten Nachkriegsdeutschland organisierten sich die Deutschen 1949 in zwei Teilstaaten, die sich beide als Alleinvertreter des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 betrachteten. Doch einer von beiden, die DDR, gab bereits 1952 diesen Anspruch auf und deklarierte sich als legitimer Nachfolgestaat des Reiches. Bis 1967 war in der DDR deutsch der Ausdruck einer gesamtdeutschen Staatsangehörigkeit, die nun zugunsten einer DDR-Staatsbürgerschaft aufgegeben wurde.
Das deutsch im Staatsnamen zeigte an, dass das Staatsvolk der DDR aus Deutschen gebildet wurde, indes die damalige Bundesrepublik Deutschland mit der Bezeichnung Deutschland ausdrückte, dass sie der frei organisierte Teil des „dreigeteilten Deutschlands“ war. Auch hier bildeten Deutsche das Staatsvolk.

In der BR Dtschld. verlief der Bedeutungswandlung bundesdeutsch zu deutsch analog zu reichsdeutsch. Es konnte sich im Allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchsetzten. Seit der Vereinigung beider Teilstaaten ist es nun im ver. Dtschld. vorherrschende Bezeichnung aller dieses betreffenden Vorgänge und Handlungen.

deutschnational

Hauptartikel: Deutschnational

In Österreich-Ungarn entstand 1878 die deutschnationale Bewegung und Georg von Schönerer, ein ursprünglich Großdeutscher, der nun alldeutsche Ziele verfolgte. Hier in Österreich wurde nun deutsch mit national verknüpft, und diese Verknüpfung sollte das Bekenntnis der Österreicher zur deutschen Nation darstellen. Doch innerhalb weniger Jahre radikalisierte sich diese Bewegung, als von Schönerer einen Judenparagrafen in das 1882 angenommene Programm einfügte: Hatten zuvor der deutschnationalen Bewegung große Teile österreichischer Juden angehört und hatten den Kampf der Bewegung um die Masseneinwanderung der Ostjuden auch aktiv unterstützt, waren sie nun aus jeglicher deutschnationalen Organisation des Landes verbannt, da von Schönerer auch Reformjuden aus allen Positionen des Staates beseitigt sehen wollte. Der radikale Schönerer-Flügel der Deutschnationalen setzte deutschnational nicht mehr mit einem Bekenntnis zum Deutschtum und dessen Nation, sondern mit der Deutschblütigkeit des Betroffenen. Hier wurde „deutschnational“ bewusst mit der Rassenfrage verknüpft, infolge derer Juden keine Deutschen sein konnten.

deutschvölkisch

Hauptartikel: Deutschvölkisch

1899 waren sowohl in Österreich-Ungarn als auch im Deutschen Reich die Deutschnationalen und die Völkischen zerstritten und de facto tot.
Da kam in Deutschböhmen eine Erneuerungsbewegung auf, die unter dem Einfluss der Alldeutschen standen und die das Erbe der antisemitischen Bewegung antreten und die totgesagte deutschnationale Bewegung ablösen wollte: die deutschvölkische Bewegung.

Diese Bewegung war vonseiten ihrer Gründer bewusst als nationale Arbeiterbewegung gegründet worden, geriet aber schnell unter dem Einfluss akademischer Kreise und Freiberufler. Was die Deutschvölkischen auszeichnete, war ein chauvinistisches Verhalten gegenüber Minderheiten und ein aggressiver Rassenantisemitismus, denn „deutschvölkisch“ war, wer deutschblütig und volksbewusst war. Volksbewusst stand hier für das Bekenntnis zur imaginären deutschen Rasse. Den Begriff national vermied man, da man ihn inzwischen als Fremdwort ansah und ihn nun auf staatliche Belange und Bereiche anwandte.

Siehe auch

Literatur

  • Werner König: dtv-Atlas zur deutschen Sprache, Deutscher Taschenbuch Verlag München 1978, ISBN 3-423-03025-9
  • Joachim Schild: Kurze Geschichte der deutschen Sprache, Volk und Wissen Verlag Berlin 1991, ISBN& 3-06-101719-4
  • Ingrid Strasser: diutisk – deutsch. Neue Überlegungen zur Entstehung der Sprachbezeichnung, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1984, ISBN 3-7001-0678-5

Fußnoten

  1. Ingrid Strasser: duitisk – deutsch, S. 6
  2. Werner König: dtv-Atlas der deutschen Sprache, S. 59
  3. Ingrid Strasser: diutisk – deutsch, S. 5


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