Fremdvölkischer

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Fremdvölkischer, ideologisch motivierter Begriff der völkischen Rassenlehre. Gesellschaftlich relevant wurde er in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Begriffe Artfremder, Fremdblütiger und Rassenfremder werden synonym verwendet. Beiwort ist fremdvölkisch.

Definition

Der Terminus „Fremdvölkischer“ ist eng mit dem völkischen Nationalismus verbunden und bezeichnete im Sinne der, von der völkischen Bewegung vertretenen, Rassenlehre alle Personen, die nicht dem ethnischen deutschen Volkstum zuzurechnen waren.

Der Nationalsozialismus ergänzte diese völkisch beeinflusste Auffassung mit alle „nicht eindeutschungsfähigen Elemente“. In ihm galten Fremdvölker generell als „minderwertig“.

Im Laufe des Zweiten Weltkrieges wurden die „Fremdvölkischen“ Osteuropas unterdrückt und schließlich verfolgt. In den Augen des SS-Reichsführers Heinrich Himmler, er war unter anderem „Reichskommissar zur Festigung des deutschen Volkstums“, stellten sie eine „ernste Gefahr für die nationalsozialistische Volksgemeinschaft“ dar. So wurden alle Fremdvölker ab Dezember 1941 unter „Sonderstrafrecht“ gestellt. Nun völlig rechtlos traf sie die deutsche Besatzungspolitik am stärksten. Sie sollten bis auf wenige Reste ermordet und als Arbeitssklaven eines zukünftigen Großgermanischen Reiches dienen.

Siehe auch

Literatur


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