Römisch-Deutsches Reich

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Römisch-Deutsches Reich
Heiliges Römisches Reich
Deutscher Nation
Banner of the Holy Roman Emperor with haloes (1400-1806).svg


Wappen Generic Arms of the Holy Roman Emperor (after 1433).svg
Gründungsdatum 10. November 911
(Errichtung des Königreich Deutschland)
2. Februar 962
(Übertragung der römischen Kaiserwürde
an den deutschen König)
Hauptstadt Wien
Staatsform Personenverbandsstaat
Wahlmonarchie
Ständestaat
Gliederung 12 Reichskreise
Staatsoberhaupt jeweiliger römisch-deutscher Kaiser
Regierungschef jeweiliger deutscher König
(In Personalunion mit der Kaiserwürde)
Weitere Sprachen deutsche Dialekte
niederländische Dialekte
friesische Dialekte
romanische Sprachen
Sprachen der Minderheiten
Weitere Informationen
Religion(en) römisch-katholisch
evangelisch
reformiert
Judentum
Aufgelöst seit

6. August 1806

Rechtsnachfolger von

Römisches Reich

Alternative Flagge

Flag Germany Emperors Banner.svg
(Bis ca. 1400)

Römisch-Deutsches Reich (amtl. Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation [seit 1486], lat. Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicæ), Name eines historischen mitteleuropäischen Personenverbandsstaates in Form einer Wahlmonarchie. Er bestand vom 10. November 962 bis zum 6. August 1806.

Synonyme

Die Begriffe altes Reich, erstes Reich, Deutschland, Deutsches Reich, Römisch-Deutsches Kaiserreich

Geschichte

Das Heilige Römische Reich ging de facto 911, unter der Herrschaft Heinrich dem Ersten aus dem ostfränkischen Reiches hervor. Am 14. April 919 ward Otto der Erste zu Aachen zum deutschen König gewählt.

Das Reich empfand sich de jure seit dem 2. Februar 962, mit der Wahl Ottos zum römischen König, als Nachfolgestaat des ehemaligen Fränkischen Reiches Karls des Großen[1], der von seinem Reiche behauptete, es führe das Römische Reich fort.

Seit dem Jahre 1000 wurde dieses Reich inoffiziell auch als „Deutschland“ bezeichnet. Seit dem Jahr 1486 wurde zur Staatsbezeichnung der Zusatz „deutscher Nation“ (lateinisch Nationis Germanicæ) eingeführt. Erste offizielle und urkundliche Erwähnung des Heiligen Römischen Reiches als Deutsches Reich erfolgte in einem völkerrechtlichen Vertrag des Jahres 1801.

Am 6. August 1806 wurde das Heilige Römische Reich durch die Niederlegung der römisch-deutschen Kaiserwürde Franz des Ersten offiziell aufgelöst, nachdem dieser den Kaisertitel bereits 1804 auf das Kaisertum Österreich übertragen hatte. An die Stelle des Reiches trat nun der Rheinbund.

Siehe auch

Literatur

Fußnoten

  1.  Karlheinz Weißmann: Die Zeichen des Reiches : Symbole der Deutschen. MUT-Verlag, Asendorf 1989, ISBN 3-89182-037-2, S. 25.


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