Königreich

Königreich, verfassungsrechtlicher Terminus zur Bezeichnung einer monarchistischen Staatsform und eines umgrenzten Territoriums (Reich), das von einem König bzw. einer Königin regiert wird. Von ihm ist das Vasallenkönigreich zu unterscheiden. Der Begriff Königtum wird synonym verwendet und Beiwort ist königlich. In der jüdisch-christlichen Religion nimmt das Königreich Gottes eine besondere Stellung ein.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Der Begriff „Königreich“ ist seit dem Mittelalter in den germanischen Sprachen bekannt. Im Deutschen wurde es aus dem ahd. kunningrīchi das mhd. künnicrīche, was im Neuhochdeutschen Königreich ward.

Definition

Der Terminus „Königreich“ ist eng an der Verfassungsgeschichte eines Staates verbunden. Es gibt jedoch keinen genauen Aufschluss über Gebietsstand, Staatsaufbau und Macht eines Herrschers.

Germanische Königreiche

Hauptartikel: Germanische Königreiche

Die mittelalterlichen germanischen Königreiche zeichneten sich dadurch aus, dass die jeweiligen Könige durch die Stammesfürsten gewählt wurden. Dieser belehnte diese anschließend mit den von ihnen beherrschten Territorien (Stammesherzogtümer), sodass die frühen Königreiche sowohl Wahlmonarchien wie auch Stammesstaaten darstellten. In Kriegszeiten waren die Stammesherzogtümer zum Kriegsdienst verpflichtet.

Die bekanntesten germanischen Königreiche waren:

Königreich Deutschland

Hauptartikel: Königreich Deutschland

Als das Fränkische Reich nach dem Tode Karls des Großen in zwei Apanagen, dem West- und dem Ostfränkischen Reich zerfiel, etablierte sich dort ab dem Jahre 911 ein deutsches Königreich, welches die Basis des 962 errichteten Heiligen Römischen Reiches bildete. Im August 1806 ward es zusammen mit dem Reiche aufgelöst.

Vasallenkönigreich

Der Begriff „Vasallenkönigreich“ ist eng mit dem Vasallenstatus verbunden. In diesem Sinne erhält ein Herrscher königliche Rechte durch einen anderen verliehen. Der Vasallenkönig herrschte in seinem Territorium, das dem Namen nach ein Königreich war, mit eigener Verwaltung und besass weitgehende Autonomie. Doch war er stets der ihm übergeordneten Macht, jenem Herrscher, der ihn inthronisiert hatte, unterworfen und musste sich dessen Machtansprüchen beugen.

Siehe auch


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