Kasernierte Volkspolizei

Parade der Kasernierten Volkspolizei am 1. Mai 1953, Marx-Engels-Platz, Berlin
Medaille für "Treue Dienste in der KVP" (Bronzestufe)

Kasernierte Volkspolizei (KVP) war die Vorläuferorganisation der NVA. Die KVP war eine paramilitärisch organisierte Sondereinheit der Volkspolizei.

Geschichte

Im Oktober 1948 wurden durch die sowjetische Militärverwaltung in Deutschland 40 Bereitschaften der Volkspolizei bewaffnet und kaserniert. Jede Bereitschaft umfasste 250 Mann. Diese kasernierten Bereitschaften wurden der Deutschen Verwaltung des Inneren zugeteilt. Dort wurden sie in der "Hauptabteilung Grenzpolizei und Bereitschaften" organisiert.

Nach mehreren Reorganisationen wurde im Oktober 1949 aus der "Deutschen Verwaltung des Inneren" das spätere Innenministerium der DDR gebildet. Nachdem im April 1952 die Aufstellung einer "nationalen Armee in Deutschland" erlassen wurde, wurden am 1. Juli des gleichen Jahres die Bereitschaften in die Kasernierte Volkspolizei reorganisiert. Bis Juni 1953 umfassten diese um 90.000 Mann. Im August 1953 wurden die bestehenden Einheiten der Volkspolizei zur Luft und zur See in die Kasernierte Volkspolizei eingegliedert. Am 18. Januar 1956 verabschiedete die Volkskammer ein Gesetz über die Schaffung einer "Nationalen Volksarmee" und eines Ministeriums für nationale Verteidigung. Basis der neuen NVA bildete nun die KVP. Bis zum 1. März 1956 war deren Reorganisation abgeschlossen und die Namensänderung der KVP vollzogen.

Literatur

  • Torsten Dietrich´und Rüdiger Wenzke: Die getarnte Armee – Geschichte der Kasernierten Volkspolizei der DDR – 1956, Berlin 2001; ISBN 3-86153-242-5
  • Daniel Giese: Die SED und ihre Armee - Die NVA zwischen Politisierung und Professionalismus 1956-1965; Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, München 2001, ISBN 3-486-64585-4