Gliederungen und angeschlossene Verbände der NSDAP

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NSDAP-Gliederungen und angeschlossene NS-Verbände, offizielle Bezeichnung für Partei-Gliederungen der NSDAP und der ihr unterstellten Organisationen.

Definition

Prolog

Die Parteigliederungen und die angeschlossenen Organisationen wurden eingerichtet, um für die NSDAP eine möglichst breite Bevölkerungsschicht zu gewinnen und die Betroffenen besser kontrollieren zu können. Mit dem Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat vom 1. Dezember 1933 wurde erstmals zwischen den „NS-Kampforganisationen“ und den „angeschlossenen Verbänden“ unterschieden. Ihre jeweilige Rechtsstellung wurde durch ihr Verhältnis zur NSDAP bestimmt und am 29. März 1935 mit Paragraf 4 der „Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat“ kodifiziert.

„Die Sturmabteilung (…) bildet mit der SS und dem NSKK die politische Kampftruppe der Partei.“

zitiert aus: „Der Neue Brockhaus. Allbuch in vier Bänden und einem Atlas“ (1938), Band 4 S–Z, Artikel „SA“ (S. 1)

NS-Kampforganisationen

Die NS-Kampforganisationen oder NSDAP-Organisationen, namentlich die SA, SS und der NSKK, hatten im Sinne des genannten Gesetzes keine eigene Rechtspersönlichkeit.

Zu diesen traten später das NSFK, die HJ und der NSDStB sowie die NS-Frauenschaft als erweiterte NS-Kampforganisationen. Diese waren zivil- und vermögensrechtlich mit der NSDAP identisch. Das heißt, die Parteigliederungen wurden vom Schatzmeister der NSDAP und somit von der Partei finanziert.

Partei-Gliederungen
  1. Sturmabteilung (SA)
  2. Schutzstaffel (SS)
  3. Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps (NSKK)
  4. Nationalsozialistisches Fliegerkorps (NSFK)
  5. Stamm-Hitlerjugend (Stamm-HJ)
  6. Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund (NSDStB)
  7. Nationalsozialistische Frauenschaft (NS-Frauenschaft)

Angeschlossene Verbände der NSDAP

Die angeschlossenen Verbände der NSDAP definierte das Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat de jure als eigene Rechtspersönlichkeiten, welche sich selbst finanzieren mussten. De facto wurden sie jedoch von der NSDAP und deren Führungsspitze kontrolliert.

In diversen Quellen wird in dieser Gruppe auch das NS-Fliegerkorps aufgeführt, da es aus der Zusammenlegung des Deutschen Luftsportverbandes mit den Fliegerstürmen der SA und SS (Flieger-SA und Flieger-SS) hervorging. Das Fliegerkorps stand unter dem Einfluss des Hermann Göring, dem Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe. Das NS-Fliegerkorps hatte also eine Zwitterstellung inne, da es Gemeinsamkeiten mit beiden Gruppen hatte.

Angeschlossene NS-Verbände
  1. Allgemeine HJ
  2. Deutsches Frauenwerk
  3. Deutsche Arbeitsfront (DAF)
  4. Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV)
  5. Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung (NS-Kriegsopferversorgung)
  6. Nationalsozialistischer Deutscher Ärztebund (NSD Ärztebund)
  7. Nationalsozialistischer Lehrerbund (NS-Lehrerbund)
  8. Nationalsozialistischer Beamtenbund (NS-Beamtenbund)
  9. Nationalsozialistischer Juristenbund (NS-Juristenbund)
  10. Nationalsozialistischer Reichskriegerbund (NS-Reichskriegerbund)

Literatur


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