national

Aus Deutsche Geschichte
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Duden.jpg Hinweis: Die in diesem Artikel angewendete Rechtschreibung richtet sich nach den Empfehlungen des Dudens.

national, Adjektiv. Seit dem 14. Jh. gebräuchlich, die Nation und deren Interessenvertretung betreffend, für diese charakteristisch sein. Auch als Beiwort für Nationalität und Nationalisierung gebräuchlich.

Es stellt das Pendant zu international, zwischenstaatlich und weltbürgerlich dar.

Herkunft, Anwendung

Der Begriff „national“ leitet sich vom Stammwort Nation ab und wurde im 14. Jh. aus dem Lateinischen ins Deutsche entlehnt.
Dort bezog es sich erst auf eine Abstammungsgemeinschaft, für die bis dahin das Adjektiv volklich verwendet wurde, und wurde im Zuge der Französischen Revolution (1789) auf das moderne Staats- und Verfassungsrecht übertragen. Dort wurde es im Sinne von „dem Staatsvolk eigen“ und „staatsgesinnt“ auf alle Belange der Volkssouveränität und des damit verbundenen souveränen Staates angewandt.

national vs. völkisch

1875 kamen vonseiten deutscher Nationalisten Bestrebungen auf, ihre Muttersprache, das Deutsche, von allen fremdsprachigen Einflüssen zu reinigen. So wurde von Österreich-Ungarn ausgehend begonnen, das Lehnwort national durch das Adjektiv völkisch zu ersetzen, der auch das nun als veraltet geltende Adjektiv volklich ablöste.
Doch in der Allgemeinheit setzte sich völkisch nicht vollständig durch. Vielmehr wurde es nun für alle Belange bezüglich der Sprache, Kultur und Abstammung des Staatsvolkes verwendet, indes national für alle Belange der Innerstaatlichkeit und der Vertretung eigener Interessen bezüglich der Außenpolitik verwendet wurde.

Siehe auch


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