Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Nordschleswigs

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Nationalsozialistische Deutsche
Arbeiterpartei Nordschleswigs
Flag of the NSDAP (1920–1945).svg
Parteiemblem NSDAP Nordschleswig Logo.png
Motto Deutschland erwache
Gründungsdatum 1935
Parteiform nationalsozialistisch
völkisch
sozialrevolutionär
antisemitisch
Gliederung nach Führer- und Gefolgschaftsprinzip
Parteivorsitzender Jens Möller
(1935–1945)
Aufgelöst seit

10. September 1945

Rechtsnachfolger von

Schleswigsche Partei

Alternatives Parteiemblem

NS-Logo.png

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Nordschleswigs (NSDAPN), Name einer radikalen dänischen Rechtspartei, deren Vorsitzender der „VolksgruppenführerJens Möller war.

Parteigeschichte

Der Terminus „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Nordschleswigs“ ist eng mit der Minderheitenfragen Nordschleswigs verbunden. Diese politische Partei hatte ihre Wurzeln in der Schleswigschen Partei (SP), die seit 1920 einen Sitz im Parlament hatte. Ab 1933, nach der Machtergreifung Adolf Hitlers, geriet die SP und ihre Parteimitglieder in das Fahrwasser der Nationalsozialisten.

Dadurch änderte sich das offizielle Auftreten der Partei, da sie nun vom völkischen Nationalismus auf den Nationalsozialismus umschwenkte. Dadurch geriet sie in den Gegensatz zur ebenfalls in Nordschleswig agierenden DNSAP.

Hitler seinerseits umging das Problem, dass in einer Region zwei wesensverwandte nationalsozialistische Parteien agierten, dass er 1935 die SP in die NSDAP übernahm und einen Regionalverband daraus formte: So bildete die SP ab diesem Zeitpunkt an den dänischen Landesverband der NSDAP.

Aus den Reihen der NSDAPN rekrutierten sich im Laufe des Zweiten Weltkrieges eine Reihe Freiwilliger, die sich zum Einsatz in die Waffen-SS meldeten. Diese Freiwilligen wurden ursprünglich dem Regiment Nordland zugeteilt. Doch es erschien den Verantwortlichen plötzlich als Fehler, dänische Volksdeutsche zusammen mit Dänen in einem militärischen Verband einzusetzen. So wurden Erstere dann pauschal in die SS-Totenkopfverbände übernommen und von dort der SS-Totenkopf-Division überstellt[1]. 1945 wurde die Partei verboten und aufgelöst.

Fußnoten

  1. Franz W. Seidler: Avantgarde für Europa. Ausländische Freiwillige in Wehrmacht und Waffen-SS, S. 121


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