Nationalsozialistische Freiheitsbewegung Großdeutschlands

Nationalsozialistische Freiheitsbewegung
Großdeutschlands
Gründungsdatum Oktober 1924
Parteiform antisemitisch
nationalistisch
nationalrevolutionär
sozialrevolutionär
völkisch
Gliederung Regional
Parteivorsitzender Gregor Strasser
Stellvertreter Otto Strasser
Gottfried Feder
Wilhelm Frick
Aufgelöst seit

25. Februar 1925

Eingegliedert am

25. Februar 1925

Eingegliedert von

NSDAP

Rechtsnachfolger von

NSDAP

Nationalsozialistische Freiheitsbewegung Großdeutschlands (NSFB), Name einer politischen Bewegung, die im Oktober 1924 als Ersatzorganisation der verbotenen NSDAP für die Reichstagswahlen 1924 als Listenverbindung gegründet wurde. Politische Führer waren Gregor und Otto Strasser, Gottfried Feder und Wilhelm Frick. Sie war der norddeutsche Arm der nationalsozialistischen Bewegung und ging im Februar 1925 in die NSDAP auf. Synonym ist Nationalsozialistische Freiheitspartei Großdeutschlands.

Inhaltsverzeichnis

Politische Ausrichtung

Die NSFB galt als norddeutscher Flügel der NSDAP und vertrat das Konzept einer nationalen wie sozialen Revolution. Politisch galt die Bewegung als Vertreter der sozialistischen Rechten und hatte mit dem späteren SA-Stabschef Ernst Röhm ein bedeutendes Mitglied. Die Sozialisten, National- und Sozialrevolutionäre der NSDAP vertraten politisch eher den Deutschsozialismus, der in vielem dem österreichischen Nationalsozialismus entsprach und standen damit den Vorstellungen eines Walter Riehl nahe, der mit seinem Deutschsozialen Verein ähnliche Ziele vertrat. Aus der NSFB ging später der Kader der Nationalsozialistischen Arbeitsgemeinschaft Nordwest hervor.

Definition

Nach dem missglückten Hitlerputsch schlossen sich im Mai 1924 die norddeutschen Nationalsozialisten mit der radikal antisemitischen Deutschvölkischen Freiheitspartei (DVFP) zu einer Listenvereinigung zusammen und errang 14 Mandate im Reichstag. Die offizielle Gründung der NSFB erfolgte jedoch erst Oktober 1924, nachdem am 20. Juli 1924 in Weimar eine Tagung stattgefunden hatte, die die Parteigründung vorbereiten sollte. Aus diesem Grunde wurde dort eine „nationalsozialistische Arbeitsgemeinschaft“ gegründet, die die Vorbereitungen treffen sollte. Doch auf diesem Treffen zeigte es sich, wie sehr die Nationalsozialisten untereinander zerstritten waren und es ward offenbar, dass die einigende Klammer nur die Person Adolf Hitlers war.

Doch da Hitler bereits im Dezember 1924 wegen guter Führung entlassen worden war, wurde die Partei bereits am 27. Februar 1925 wieder aufgelöst. Aufgrund interner Streitigkeiten, Hitler favorisierte die radial-völkische Großdeutsche Volksgemeinschaft, traten nicht alle Mitglieder der NSFB der NSDAP bei. Diese bildeten unter der Führung des eher deutschnational orientierten von Graefe bereits ab dem 14. Februar 1924 die Deutschvölkische Freiheitsbewegung (DFVB).

Siehe auch

Literatur

Weblinks


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