[nationalsozialistische] Machtergreifung

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Duden.jpg Hinweis: Die in diesem Artikel angewendete Rechtschreibung richtet sich nach den Vorgaben des Dudens.

[nationalsozialistische] Machtergreifung, NS-Propagandabezeichnung für die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler, die am 30. Jan. 1933 durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg stattfand und mit der im Deutschen Reich offiziell die „Kampfzeit“ beendet wurde.

Synonyme

Die Machtergreifung Hitlers wurde in der NS-Propaganda auch vielfach als nationalsozialistische Revolution und in der Nachkriegszeit als nationalsozialistische Machtübernahme bezeichnet.

Begriffsentstehung

Der Terminus „[nationalsozialistische] Machtergreifung“ ist eng mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler verbunden, die der Reichstagswahl vom 6. Nov. 1932 nachfolgte: In dieser hatte Hitlers Partei, die NSDAP, etwas über 33,1 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen können und zog mit 196 Abgeordneten in den Berliner Reichstag ein. Der Führer der NSDAP forderte nun die Kanzlerschaft für sich ein, was an der Ablehnung der „Weimarer Systemparteien“ scheiterte; selbst die rechtskonservative Deutschnationale Volkspartei, im Verbund mit den Konservativen, lehnte Hitlers Forderung nach der Kanzlerschaft ab und forcierte dessen Vizekanzlerschaft.

Am 30. Jan. 1933 wurde Hitler zu von Hindenburg gerufen, wo ihn der greise Reichspräsident zum Kanzler ernannte, nachdem eine bürgerliche Übergangsregierung gescheitert war. In der ersten „Regierung Hitler“ waren anfänglich nur drei Nationalsozialisten, indes die Mehrheit der Minister durch bürgerliche Parteien gestellt wurde; Hitler setzte als eine seiner ersten Amtshandlungen Neuwahlen an, mit der er eine letztendlich eine Gewaltherrschaft etablieren wollte. Dieser „Führerstaat“ sollte das parlamentarisch-demokratische Gesellschaftssystem ablösen.

Siehe auch


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