Sprache


Duden.jpg Hinweis: Die in diesem Artikel angewendete Rechtschreibung richtet sich nach den Vorgaben des Dudens.

Sprache [ˈʃpʀaːχə] (Sg.); ~n [ˈʃpʀaːχən] oder [ˈʃpʀaːχn̩] (Pl.), Substantiv, feminin. Sprachwissenschaftlicher Oberbegriff für den Ausdruck und Darstellung von Gedanken, Gefühlen und bewusste Willensregung durch sinnvolle Zeichen, Gebärden und Laute. Es ist eine rein menschliche Fähigkeit, sprechen und Gefühle, Wünsche und sonstigen Belange in Worten und Schrift ausdrücken zu können.

Sprachen mit gleichen Spracheigenschaften werden vonseiten der Sprachwissenschaft zu Sprachfamilien zusammengefasst. Beiwort ist sprechen.

Inhaltsverzeichnis

Synonyme

Etymologie

Das deutsche Wort Sprache stammt aus dem ahd. sprāhha, das auch ins mhd. gelangte: sprāche besaß die Bedeutung von Rede, Beratung und Verhandlung sowie reden.

Gesprochene Sprache

Hauptartikel: Gesprochene Sprache

Die gesprochene (schriftlose) Sprache ist eine Lautsprache, die als Urform der menschlichen Verständigung gilt. Heute gelten alle Sprachvarianten, die über keine Schriftform verfügen, oder die durch diverse Umstände schriftlos geworden sind, als gesprochene Sprache. Die Gebärdensprache zählt indes nicht zu ihr.

Geschriebene Sprache

Als geschriebene Sprache gilt eine Sprache, die in Schriftform gebracht wurde. So wurden bspw. die germanischen Sprachen in Runen dargestellt und waren aus Gründen der Allgemeinverständlichkeit festen Regeln unterworfen.
Darüber hinaus gelten auch Schriftsprachen, die normierte Einheits- oder Standardsprachen konzipiert wurden, als geschriebene Sprachen. Im Zuge der Nationalstaatsbildung wurde versucht, aus bisher schriftlosen Sprachen verschriftete Nationalsprachen zu kreieren. So wurde unter ihnen der vermeintliche Hauptdialekt einer festen und einheitlichen Rechtschreibung unterstellt.

Gebärdensprache

Gehörlose waren Jahrhunderte lang seit Geburt aus der übrigen Gemeinschaft ausgeschlossen, da sie sich nicht mitteilen konnten und vielfach auch als nicht besonders intelligent galten. Aus diesem Kontext heraus begannen sie, sich mit den Händen zu gebären; so zeigten sie bspw. auf Gegenstände, die sie gereicht haben wollten, oder formten deren Körperumrisse mit ihren Händen nach.
Die moderne Gebärdensprache entstand etwa um das 18. Jh. herum, deren Vorläufer jedoch schon seit rd. drei Jahrhunderten bekannt waren. Eine eigenständige Variante bildet das bei Kindern so beliebte Fingeralphabet.

Fachsprache

Hauptartikel: Fachsprache

Fachsprachen weisen sprachliche Besonderheiten auf, die nur in einem bestimmten Bereich (Fach) verwendet und verstanden werden und somit für Außenstehende nur schwer verständlich sind.

Jugendsprache

Jugendsprachen sind in der Regel schriftlos und werden nur mündlich verwendet. Sie werden von den Jugendlichen bewusst entwickelt, dass ältere Generationen diese nicht mehr verstehen können und Jugendsprachen dienen damit zur bewussten Sprachabgrenzung der Jugendlichen gegenüber den Erwachsenen; darüber hinaus fördern sie das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander und weist den verschiedenen Jugendgruppen ihre eigene Szenesprache zu.

Siehe auch

Literatur

  • Der Neue Brockhaus. Allbuch in vier Bänden und einem Atlas, F. A. Brockhaus, 1938, Vierter Band S–Z, Artikel „Sprache“, S. 280
  • Helmut Glück (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache, Verlag J. B. Metzler Stuttgart – Weimar, 1993, ISBN 3-476-00937-8


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