Staatsangehörigkeit

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Duden.jpg Hinweis: Die in diesem Artikel angewendete Rechtschreibung richtet sich nach den Vorgaben des Dudens.

Staatsangehörigkeit [ˈʃtaːʦʔanɡəˌhøːʀɪçkaɪ̯t], Substantiv, feminin. Rechtliches Verhältnis eines Menschen zu einem bestimmten Staat, das mit Rechten und Pflichten belegt ist. Beiwort ist staatsangehörig.

Synonyme

Etymologie, Anwendung

Der Begriff Staatsangehörigkeit ist eng mit der staatlichen Souveränität eines Völkerrechtssubjekts verbunden und definiert die Beziehungen zwischen diesem und dem Staatsvolk.
Mit dem Erwerb derselben unterliegt der Staatsangehörige allen Rechten und Pflichten seines Heimatstaates, wo er auch gleichzeitig die Staatsbürgerschaft innehat.

Das bundesdeutsche Staatsangehörigkeitsgesetz unterscheidet seit seiner letzten Reform in
a.) deutschen Staatsangehörigen, die ihre juristische Zugehörigkeit per Geburt, Erklärung, Einbürgerung und durch Adoption als Kind durch einen Deutschen erworben haben (§§ 3–13 StAG) und
b.) deutschen Volkszugehörigen (Statusdeutsche), die als Flüchtling oder Vertriebene oder als dessen Ehefrau oder Abkömmling in Deutschland in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden haben (Art. 116.1 GG).

Seit dem 1. Jan. 2000 erwerben die Abkömmlinge ausländischer Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit ebenfalls durch Geburt im Inland, wenn sich eines der Elternteile u. a. seit acht Jahren rechtmäßig dort aufhält, ohne jedoch die Staatsangehörigkeit der Eltern zu verlieren (Doppelstaatlichkeit). Nach Erreichen der Volljährigkeit muss sich die betreffende Person binnen fünf Jahren entscheiden, ob sie die deutsche Staatsangehörigkeit, unter Verlust der ausländischen Staatsangehörigkeit, weiter behalten will, oder diese zugunsten der ausländischen abgelegt wird, um nun im rechtlichen Sinne Ausländer zu werden. (→ Optionsmodell)

Gesetzliche Grundlage

Das Staatsangehörigkeitsgesetz der einzelnen Nationalstaaten regelt den Erwerb und den Verlust der juristischen Zugehörigkeit eines Menschen zum betreffenden Staat.

Erwerb, Verlust

Die Staatsangehörigkeit wird entweder über die Abstammung und/oder den Geburtsort erworben. Weitere Erwerbsmöglichkeiten sind die Eheschließung und die Einbürgerung.

Die Staatsangehörigkeit geht verloren durch Entlassung auf Antrag, wobei der Antragsteller den Heimatbehörden zusichern muss, dass er durch die Entlassung aus der Staatsangehörigkeit nicht staatenlos, sondern Staatsangehöriger eines ausländischen Staates wird, durch Verzicht durch oben erwähnte Erklärung sowie durch Adaption als Kind durch einen Ausländer.

Siehe auch

Literatur

  • Josef Pütz: Allgemeines Staatsrecht und Bundesrecht, Erich Schmidt Verlag, 1950, 7. neubearbeitete Auflage, 1970


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