Völkerrecht


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Völkerrecht, Substantiv, Neutrum. Offizielle Sammelbezeichnung der internationalen Rechtsordnung, die übernational ausgelegt ist und zwischen allen souveränen sowie teilsouveränen Staaten gilt. Beiwort ist völkerrechtlich.

Synonyme

  • Internationales Recht
  • Recht der Völker
  • Zwischenstaatliches Recht

Etymologie, Anwendung

Der Begriff Völkerrecht ist eng mit dem Gewohnheitsrecht der einzelnen Völker verbunden, aus dem i. d. R. das nationale Recht der Nationalstaaten, aber auch das Landesrecht der Gliedstaaten bundesstaatlich organisierter Föderativstaaten erwuchs. Das moderne Völkerrecht ist heute u. a. in der Charta der Vereinten Nationen kodifiziert worden und gliedert sich in drei Normbereiche:

  1. Gewohnheitsrecht
  2. Vertragsrecht
  3. allgemeine Rechtsgrundsätze

Gegenstand des Völkerrechtes sind bestimmte Bereiche der Außenpolitik der Staaten, soweit sie die durch die UNO kodifizierten Rechtsgrundsätze usw. anerkannt haben. Die anerkannte Rechtsordnung des Kriegsfalles nennt man heute Humanes Völkerrecht, deren Vorschriften sich auch von der 1907 reformierten Haager Landkriegsordnung ableiten, die das bis dahin geltende Kriegsvölkerrecht ablöste bzw. die ordnungsgemäße Durchführung eines Krieges festgelegte.

Siehe auch


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