Völkischer Nationalismus

Völkischer Nationalismus, seit etwa 1875 Selbstbezeichnung diverser radikal-aggressiver ideologisch-politischer Strömungen, die vor allem auf dem Territorium des Deutschen Reiches agierten und europaweit ausstrahlten. Die Begriffe Deutschnationalismus, deutscher Nationalismus, Dietsch-Nationalismus, ethnischer Nationalismus, Ethnonationalismus, Rassennationalismus, rechter Nationalismus und Rechtsnationalismus werden synonym verwendet. Beiwort ist völkisch-national.

In der Eigenschaft, ab 1901 der allgemein praktizierte Nationalismus der Reichsdeutschen und Deutschösterreicher zu sein, wird diese chauvinistische Form in der Politikwissenschaft auch vielfach als „deutscher Nationalismus“ bezeichnet. Aufgrund seines Bestrebens, konservativ den Status quo aufrecht zu halten bzw. diesen weiterhin zu legitimieren, wird er verschiedentlich auch als „rechter Nationalismus“ bezeichnet, der das Pendant zum „linken Nationalismus“ darstellt.

Inhaltsverzeichnis

Ideologische Ausrichtung, Formen

Der völkische Nationalismus stellt die chauvinistisch geprägte Variante eines ethnischen begründeten dar, der vor allem im Reich und in den späteren Beneluxstaaten verbreitet war und seinen Anfang in den deutschbesiedelten Gebietsteilen Österreich-Ungarns nahm.

Im Gegensatz zum ursprünglich liberal ausgelegten allgemeinen Nationalismus, der sich vor allem über das gemeinsame Staatswesen definierte und ausdrücklich alle Bevölkerungsgruppen mit einschloss, propagierte der völkische die rassenbestimmte Volksgemeinschaft, in die man nur Kraft seines Blutes und Abstammung hineingeboren werden und nicht wechseln konnte. Infolge dieser Auslegung der „Volksgemeinschaft“ ward weitgehend das assimilierte Judentum ausgeschlossen.

Die drei unterschiedlichen Auslegungen des völkischen Nationalismus werden nun nachfolgend anhand der europäischen Nationalstaaten Deutsches Reich, Österreich-Ungarn und dem Königreich Belgien kurz erörtert, wobei darauf hingewiesen werden muss, dass es innerhalb dieser Spielarten zahlreiche Überschneidungen und gegenseitige Beeinflussungen gab. Die Gemeinsamkeiten erklären sich aus der Tatsache heraus, dass sich alle Formen des völkischen Nationalismus aus dem ethnischen herausgebildet hatten.

Deutsche Bewegung

Im ausgehenden 18. Jahrhundert, dem Zeitalter der Aufklärung, standen die deutsch- und niederländischsprachigen Völker Europas unter dem Einfluss diverser nationalistischer Strömungen. Ihnen gemeinsam war, dass sie überwiegend im Heiligen Römischen Reiche lebten und dass ihr Bewusstsein, einer eigenständigen Ethnie anzugehören, vor allem durch die einheimische Bildungselite geprägt wurde.

Etwa um 1770 entstand im deutschen Sprachgebiet die deutsche Bewegung, die langsam die Theorie der Sprach- und Kulturnation entwickelte, die de jure alle Völker deutscher Sprache umfasste, de facto aber deren Zusammenfassung innerhalb des Reiches zu einem zentralistisch-unitarisch aufgebauten Einheitsstaat forderte und damit in den Gegensatz zum herrschenden politischen System trat.

Lösungsansätze der deutschen Frage, Entwicklung des Deutschnationalismus

Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches, das zuletzt den Zusatz „Deutscher Nation“ trug, (1806) ward die Theorie der Sprach- und Kulturnation vom Deutschen Bund aufrechterhalten. 1848/49, während der deutschen Revolution, kam die verfassungsrechtiche Idee eines möglichst alle Deutschen umfassenden Nationalstaates wieder zum Tragen und es wurden unterschiedliche Konzepte entwickelt, die die „deutsche Frage“ beantworten sollten:

Nach dem deutschen Bruderkriege (1866) ward der Deutsche Bund 1867 aufgelöst und es entwickelte sich nun in Deutschösterreich, den deutschbesiedelten Teile der Donaumonarchie, ein von fast allen Deutschösterreichern getragenes ideologisch-politisches Konzept, aus dem der Deutschnationalismus hervorging. Denn durch die Aufhebung der deutschen Bundesgrenzen, und die Etablierung des Norddeutschen Bundes als Vorläufer des Nationalstaates, fand sich Süddeutschland (und damit auch Deutschösterreich) plötzlich mit dem Grenzlanddeutschtum konfrontiert. Sprachlich-kulturell zwar Deutsche, aber diese nicht mehr politisch zu sein.

Fast zeitgleich entstand innerhalb der Donaumonarchie ein erbitterter Sprachenkampf, der vor allem in Böhmen und Mähren zum Ausbruch kam: Dort ward vonseiten der Regierung das Tschechische als Amtssprache eingeführt worden, sodass sich die deutsche Minderheit dort in ihrer vermeintlichen Vormachtstellung bedroht sah. Vor allem entwickelten auch die Völker der Donaumonarchie eigenständige ethnische Identitäten samt dem dazugehörigen Nationalismus: Österreich-Ungarn solle gemäß dem Nationalstaatsprinzip aufgeteilt und in einen losen Staatenbund umgewandelt werden, so deren politische Forderung. Dem österreichischen Kaiser ward nur noch die Rolle eines Staatsoberhauptes eingeräumt, das via Personalunion in allen Mitgliedsstaaten herrschen sollte.

Entwicklung des völkischen Nationalismus

Auch außerhalb der Donaumonarchie übernahmen volksbewusste Idealisten den österreichischen Deutschnationalismus, der jedoch innerhalb ihrer Staaten rasch politisiert und damit radikal entfremdet wurde: Im Deutschen Reich vertrat noch das (großdeutsch) geprägte Süddeutschland und deren verbündete Staaten den Deutschnationalismus am reinsten; waren diese doch noch bis 1867 mit Österreich-Ungarn verbündet gewesen. Aber auch im evangelisch geprägten Preußen fand diese Ideologie ihre begeisterten Anhänger, die diese aber rasch mit der „Rassenfrage“ verknüpfte.

Die nunmehr als „deutscher Nationalismus“ bekannte Variante des Deutschnationalismus gab sich betont „völkisch“ und beruhte vor allem auf den Schriften und Veröffentlichungen Bernhard Försters und Otto Glasaus, die den „Kampf der deutschen Rasse“ gegen das sie durchdringende Judentum beschrieben. Die „deutsche und Judenfrage“ seien einst, so der damalige Tenor. Ferner solle dem Reiche der Rang einer Welt- und Kolonialmacht eingeräumt werden. (→ Jüdische Rasse) Der ethnische Nationalismus der Deutschösterreicher und Süddeutschen ward vor allem in Preußen weiter ausgebaut, indem dieser nun bewusst mit der „Rassenfrage“ verbunden wurde. Die rassenkindliche Kernthese der völkischen Bewegung besagte, dass die „wertvollste“ aller Rassen die arische sei, der alles andere untergeordnet würde. Die „nordische“ stelle den europäischen Hauptvertreter der Arier dar und würde durch die Germanen vertreten, deren Masse aus den Deutschen bestünde.

In diesem kruden Weltbild bildeten Deutsche eine deutschblütige Volksgemeinschaft, der sogenannte „Artverwandte“ de jure als gleichwertig betrachtet wurde. „Fremdrassige“ bzw. „Fremdblütige“ passen nicht in diese Weltanschauung und wurden verächtlich als „Untermenschen“ betrachtet. In chauvinistisch-rassistischer Denkweise betrachteten die Völkischen, und mit ihnen auch die Alldeutschen, dass nur Reichsangehöriger sei, der seine Blutlinie mindestens bis ins 18. Jahrhundert auf deutsche Vorfahren ableiten konnte. Juden könnten daher keine „Volksgenossen“ sein, da sie eine besondere Nation bzw. Rasse darstellen würden. Daher war eines der Hauptziele des völkischen Nationalismus, dass das Judentum systematisch aus Gesellschaft und Kultur zurückgedrängt werden müsste. Judenchristen und getaufte Juden seien ferner durch vollständige Assimilation in die deutsche Volksgemeinschaft einzugliedern.

Militari- und Antisemitisierung

Ab 1880&bnsp;hatte sich der deutsche Nationalismus allgemein im Reich durchgesetzt und ward zum deutschen Staatsnationalismus erhoben worden, der nun alle Bevölkerungsschichten (einschließlich des Adels) durchsetzte. Außen vor blieben nur die ethnischen Minderheiten im Reiche, die neben Juden als „minderwertig“ betrachtet wurden.

Die Reichsdeutschen identifizierten sich nun völlig mit Kaiser, Reich und Vaterland, deren militärische und ökonomische Macht stetig vergrößerte: Kaiser Wilhelm der Zweite forderte für seinen Staat Kolonien ein; so solle „Deutschland auch einen Platz an der Sonne“ haben. Indes pflegte Reichskanzler Otto von Bismarck keinerlei imperialistische Bestrebungen, er lehnte diese sogar ab, was ihn in Gegensatz zum Kaiser brachte. So reichte er seinen Abschied ein und wurde wenig später vom Kaiser entlassen, der nun völlig chauvinistisch auftrat und agierte. 1889/90 hatte das Reich seine Kolonien, die es unter dem Namen „deutsche Schutzgebieteverwaltete.

Völkischer Chauvinismus

1891 schlossen sich reichsdeutsche Deutschnationale zu einem alldeutschen Verband zusammen, der sich seiner Satzung nach um die „Stärkung und des Erhalts des Nationalbewusstseins“ sowie um die „Belange der Auslandsdeutschen“ verschrieben hatte. Das Deutsche Reich in Form des Kaiserreiches ward vom alldeutschen Verband in seiner Rolle als deutscher Nationalstaat nicht als Endergebnis der deutschen Frage angesehen, sondern vielmehr galt es dieses nun als Basis für ein größeres „Alldeutschland“, welches zum Grundstock eines deutschbeherrschten Europas herangezogen werden sollte. Alldeutschlands Grenzen sollten nach Auffassung der Alldeutschen am westlichen Bug liegen und darüber hinaus wurden auch weite Teile Osteuropas, des Balkans und Kleinasiens als „deutsches Einflussgebiet“ eingefordert. Die Alldeutschen und ihre Sympathisanten waren überzeugte Rassenantisemiten und sie waren es, die den völkischen Nationalismus maßgeblich auf Jahrzehnte hinaus mit Rassismus und Antisemitismus prägten und sich selbst als Vertreter eines „deutschen Sendungsbewusstseins“ verstanden. Ähnliche Positionen vertrat auch die ebenfalls im Jahre 1891 gegründete Alldeutsche Partei Österreichs, die kurzfristig im Wiener Reichstag vertreten waren, bevor sie durch Flügelkämpfe zerrissen unterging. Diese Form des völkischen Nationalismus wurde nach dem Ersten Weltkrieg auch von völkischen Agitationsverbänden und Vereinen übernommen. Aus den Letzteren sollte sich die NSDAP als führende Kraft etablieren, die Europa letztendlich in einen neuen Weltkrieg steuern würde.

Dietsch-Nationalismus

1830 fand in Belgien eine Revolution statt, in deren Folge sich Flamen, Limburger und Luxemburger im Verbund mit Franzosen und Wallonen gegenüber „protestantischen“ Norden für unabhängig erklärten und damit das Ende des Königreiches der Vereinigten Niederlande herbeiführten.

1839 erkannte das niederländische Königshaus die Unabhängigkeit Belgiens völkerrechtlich an, doch wurden nun das Herzogtum Limburg und das Großherzogtum Luxemburg geteilt sowie die Stadt Maastricht entgegen den Willen der Stadtbevölkerung den Niederlanden zugeschlagen. Indes sich die Teilung Luxemburgs grob an der deutsch-französischen Sprachgrenze orientierte, erfolgte die Teilung Limburgs willkürlich. Dort nahm man die Maas zum Grenzfluss und schlug alle Gebietsteile westlich davon Belgien zu; nur bei der Festungsstadt Maastricht nahm man davon Abstand und gliederte diese nach Niederländisch-Limburg ein.

Ab etwa 1839 an entstand in Flandern, dem niederländischsprachigen Landesteil Belgiens, ein ethnisch definierter Nationalismus, der sich als integraler Bestandteil des Dietsch-Nationalismus ansah, aber vor allem auf das flämischsprachige Gebiet beschränkt blieb. Die flämische Sprachbewegung, ab 1840 als Nationalbewegung der Flamen konzipiert, sah sich als Schwesternorganisation der niederdeutschen Sprachbewegung an und vertrat die im 19. Jahrhundert übliche Ansicht, dass auch die Niederländer und Flamen wie die benachbarten Deutschen eine Sprach- und Kulturnation darstellten; so forderte man vonseiten der flämischen Sprachbewegung die Schaffung einer einheitlichen Standardsprache innerhalb des niederländischen Sprachgebietes. So propagierte sie auch den staatlichen Zusammenschluss der Beneluxstaaten zu einem neuen Staatswesen, den Großniederlanden. (→ Großniederländische Idee)

Die romanischen Bevölkerungsgruppen (Franzosen, Wallonen und Welsch-Luxemburger) sollten dabei explizit nicht von der Großstaatsbildung ausgeschlossen werden. Doch stellte die flämische Nationalbewegung klar, dass der neue Staat, die Großniederlande, eindeutig germanisch geprägt sein und die Rechtsnachfolge der 1830/39 aufgelösten Vereinigten Niederlande antreten würde.

Ab etwa 1880 an stand der Dietsch-Nationalismus unter dem ideologisch-politischen Einfluss einiger reichsdeutscher Organisationen, wie z. B. der im Wesentlichen apolitischen niederdeutschen Bewegung. Diese hatte es sich zur Aufgabe gemacht, für alle niederdeutsche Dialekte eine einheitliche Standardsprache zu schaffen, wobei man auch die niederländischen Dialekte mit einbezog, da diese im 19. Jahrhundert noch allgemein als „niederdeutsch“ betrachtet wurden. So ward im Jahre 1878 in Belgien das Neuniederländische in Belgien als zweite Amtssprache zugelassen und es entwickelte sich nun langsam zum Standardniederländischen weiter.

Im Kaiserreich entstand nun eine reichhaltige niederdeutsche Literatur, die in einem standardisierten Niederdeutsch verfasst wurde, legten die entsprechenden Autoren doch großen Wert darauf, in allen Dialektvarianten verstanden zu werden. Die niederdeutsche Bewegung war bestrebt, den Flamen bei der Umsetzung der erlassenen Sprachgesetze zu unterstützen, da sie das Niederländische als solches noch als Teil der niederdeutschen Sprachgemeinschaft ansah und gar nicht auf den Gedanken kam, sich in ausländische Angelegenheiten einzumischen.

Pangermanischer Nationalismus

1889/90 begannen die Alldeutschen, ihre Theorien eines „Alldeutschlands“ auch in den Beneluxstaaten zu propagieren. Dort wurde eingefordert, dass alle Deutschstämmigen und ethnische Niederländer weltanschaulich im Sinne der völkischen Bewegung durchdrungen würden und sich auf Basis der Volksgemeinschaft, die, wie im Reiche auf die Blutlinie abzuführen sei, in einem Großreich zusammenschließen sollten. Damit übernahmen die Alldeutschen die Führungsrolle des Pangermanismus und sollten nun zum Wegbereiter des Nationalsozialismus werden. Der pangermanistische Nationalismus fasste Niederländer, Flamen als ehemals deutschsprachig auf, als „vom Deutschtum abgefallene“, die man erneut zu „Volksgenossen“ erziehen müsse. Eine Ansicht, die auch von einem Teil der Betroffenen geteilt ward.

nationial-völkische Sozialismen (19.–20. Jahrhundert)

Im ethnischen Nationalismus bestand Judenfeindlichkeit in unterschiedlich ausgeprägter Form seit jeher. Gemäßigte Nationalisten vertraten den eher traditionellen Antijudaismus bzw. einen latenten Antisemitismus, der sich bei den Radikalen offen äußerte. Darüber hinaus war allen mehr oder weniger ein Hang zum Antiklerikalismus vorhanden, der sich vor allem gegen die Römisch-Katholische Kirche richtete. (→ Los-von-Rom-Bewegung)

So nimmt es auch nicht wunder, das diese Positionen vor allem von frühen Deutschvölkischen, bekennenden Antisemiten und Alldeutschen ward, die diese mit Elementen der national-sozialen Idee neue Ideologien schufen: So ward bereits im Kaiserreich der Deutschsozialismus entwickelt, der einen betont völkisch-nationalen Sozialismus darstellte, der die völkische Linke samt deren Arbeiterbewegung begründete.

Aus der völkischen Arbeiterbewegung heraus bestanden zwei ideologische Strömungen: eine antijudaistische und eine antisemitische. So entstand beispielsweise 1903 in Böhmen (Österreich-Ungarn) die Deutsche Arbeiterpartei, die sich auf deutschnationale Wurzeln berief und gemäßigte nationalistische Positionen vertrat. Die DAP war dort auch fest in die Gewerkschaftsstruktur eingebunden und galt als echte Arbeiterpartei. Gegenüber dem Judentum vertrat sie in ihrem Nationalsozialismus eher klassische und als rassische Positionen. Auf der anderen Seite gab es im Deutschen Reich die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, die zum einen vorgab, ebenfalls sozialrevolutionär zu sein, aber entschieden gegen die Arbeiterbewegungen vorging. So auch gegen die sozialistische Rechte innerhalb ihrer Strukturen (Strasser-Kreis). Der Nationalsozialismus war rassenbestimmt und antisemitisch und diente später als Vorbild ähnlich gelagerter Ideologien.

Indes der flämisch-niederländische Dietsch-Nationalismus ebenfalls zum Antijudaismus tendierte, entwickelte sich ab 1931 in Belgien ein radikal-völkischer Flügel, der stark unter dem Einfluss der reichsdeutschen Nationalsozialisten stand und der den rechtsradikalen Flügel der flämischen Bewegung bilden sollte: Dieser Flügel trat als Verbond van Dietsche Nationaalsolidaristen (Dinos) auf und bekannte sich offen zum Rassenantisemitismus und zur völkischen Rassenlehre. Im gleichen Jahr ward in den Niederlanden auch die National-Socialistische Beweging in Nederland begründet, die sich zunächst am italienischen Faschismus orientierte und nach 1933 nach und nach die Ideologie der NSDAP übernahm.

Heutige Situation

Seit der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht, die das De-facto-Ende des vom Hitler-Regime zu verantwortenden Zweiten Weltkrieges markiert, spielt der völkische Nationalismus mit all seinen Varianten in den deutschsprachigen Staaten keine Rolle mehr. In abgeschwächter Form (Ethnonationalismus) wird er vereinzelnd von kleineren und mittleren Rechtsparteien vertreten, die damit in ihren Heimatländer Minderheitenpositionen einnehmen. Bekannteste Vertreter dieser Richtung stellen die Freiheitliche Partei Österreichs und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands dar. Aber auch klassische Formen wurden und werden noch von einigen politischen Gruppierungen vertreten, die heute dem Rechtsextremismus zugerechnet werden. So galten beispielsweise die Volkssozialistische Bewegung Deutschlands/Partei der Arbeit und die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei als Vertreter des völkisch-reichsdeutschen Nationalismus.

Siehe auch


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