Volksdeutsche Bewegung

Aus Deutsche Geschichte
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Deutschsprachige Staaten und die Volksdeutschen Europas (1937)
Volksdeutsche Bewegung
Parteiemblem Logo Volksdeutsche Bewegung.png
Motto Heim ins Reich
Gründungsdatum um 1900
Aufgelöst seit

1945


Duden.jpg Hinweis: Die in diesem Artikel angewendete Rechtschreibung richtet sich nach den Vorgaben des Dudens.

Volksdeutsche Bewegung (VdB) sg., nationalsozialistische Propagandabezeichnung und Eigenname diverser deutschvölkischer Organisationen volksdeutscher Minderheiten, die sich außerhalb der deutschen Staatsgrenzen ideologisch-politisch organisierten.

Nach der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht, und dem damit verbundenen De-facto-Ende des II. Weltkrieges, wurde die volksdeutsche Bewegung in allen Ländern verboten und aufgelöst.

Entstehung, Ziele

Entstehung

Die deutschnationalen Bewegungen unter den Volksdeutschen entstanden überwiegend nach 1900, als die deutschvölkische Bewegung von Deutschösterreich ausgehend auch die deutschen Minderheiten in der ungarischen Reichshälfte erreichte. Aber sie strahlte auch bis hin zu den Deutschamerikanern und Deutschrussen aus, die sich ebenfalls in völkischen Organisationen zusammenschlossen. Im Deutschen Reich agierten die Deutschvölkischen innerhalb der gesamtvölkischen Bewegung.

Ziele

Primärziel einer volksdeutschen Bewegung war es, in ihrem Heimatgebiet die Stellung der deutschsprachigen Bevölkerung zu stärken, das vorherrschende Deutschtum und Deutsch als Mutter- bzw. als Nationalsprache zu sichern.
In den 1918/22 abgetretenen deutschen Reichsgebieten entstand regional ebenfalls eine volksdeutsche Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hatte, die v. a. an Polen abgetretenen Gebietsteile wieder mit dem Deutschen Reich wiederzuvereinen. Diese geriet jedoch bereits in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren zunehmend unter dem politischen Einfluss der Nationalsozialisten.

1940 existierte nicht nur allein unter den Deutschsprachigen Europas eine volksdeutsche Bewegung wie bspw. die Volksdeutsche Bewegung in Luxemburg oder in der Westmark, sondern auch in den Vereinigten Staaten, wo sich nationalsozialistisch gesinnte Deutschamerikaner und Auslandsdeutsche zu faschistoiden Organisationen zusammenschlossen, die dort als Art fünfte Kolonne des NS-Regimes agierte.

Doch aufgrund ihrer überwiegend chauvinistisch-rassistischer Einstellung fand die volksdeutsche Bewegung nur unterschiedlichen Rückhalt unter den Deutschsprachigen: Prozentual hoch waren die Mitgliederzahlen bspw. in Nordschleswig (Dänemark), Ostbelgien (Eupen-Malmedy), der Schweiz und in Liechtenstein, eher gering bei den Schwesternorganisationen in Luxemburg und Elsass-Lothringen.

Verbandsabzeichen der volksdeutschen Bewegungen

Siehe auch


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